Kaum Investitionen in neue Pressen
Neue Struktur bei Müller Weingarten

Die Aussichten für das Jahr 2005 bewertet der Pressen- und Werkzeughersteller Müller Weingarten AG nicht rosig: Die Autohersteller – die Hauptkunden des Unternehmens – investierten kaum in neue Anlagen, die Zulieferer vorerst nur in kleinere Pressen.

wb STUTTGART.In Europa bewege sich wenig, das China-Geschäft flaue ab. Immerhin springen Osteuropa – wo die Autoindustrie ihre Kapazitäten bis 2007 verdoppeln will – und Indien als Wachstumsträger in die Bresche.

Insgesamt erhofft sich der Maschinenbauer, der 85 Prozent seines Geschäfts mit der Automobilindustrie macht, in diesem Jahr trotzdem eine Nachfrage auf dem hohen Niveau des Vorjahres, in dem die Auftragseingänge um ein Fünftel auf 413 (344) Mill. Euro stiegen. Dabei soll der Auslandsanteil von derzeit 60 Prozent – davon ein Viertel aus China – weiter steigen. Der Umsatz, der 2004 wegen der schwachen Vorjahresnachfrage noch um neun Prozent auf 373 (411) Mill. Euro zurückging, soll in diesem Jahr deutlich zulegen – wegen der Durchlaufzeiten der Aufträge von ein bis zwei Jahren hinkt er der Auftragsentwicklung immer ein Stück hinterher.

Anders als der Konkurrent Schuler, der einen internationalen Produktionsverbund mit Werken in Brasilien und China installiert hat, will Müller Weingarten auch künftig fast ausschließlich in Deutschland produzieren. Lediglich Presswerkzeuge kommen teilweise von einer tschechischen Tochter. Von einer neuen Produktionsstruktur im Inland verspricht sich das Unternehmen eine höhere Flexibilität und niedrigere Kosten – die Vorteile sollen 2006 voll wirksam werden. Schon 2004 hat sich der Jahresüberschuss, der 2003 von elf auf drei Mill. Euro eingebrochen war, auf acht Mill. Euro erholt. Daraus sollen die Aktionäre (Bankhaus Metzler: 68 Prozent) eine Dividende von 60 Cent je Aktie erhalten.

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