Kein Ausblick für laufendes Geschäftsjahr
Börse straft Porsche ab

Porsche legt für das vergangene Geschäftsjahr Rekordzahlen beim Absatz vor. Doch einen verlässlichen Ausblick will der Sportwagenbauer nicht geben. Die Börse versteht das als Gewinnwarnung und schickt die Aktie in den Keller.

STUTTGART. Jetzt bereitet Porsche nicht mehr nur das Thema VW Sorgen: Der fehlende Ausblick sorgt dafür, dass sich viele Anleger vom Sportwagenbauer abwenden. Die Aktie sank zwischenzeitlich um mehr als zehn Prozent.

Dabei waren die Absatzzahlen nur unwesentlich schlechter als Experten vorher geschätzt hatten. Autoanalyst Uwe Treckmann von der Dresdner Bank hält die Reaktion der Börse für übertrieben: „Uns hätte es nicht überrascht, wenn Porsches Zahlen schlechter ausgefallen wären. Die Börse bewertet den Ausblick als eine handfeste Gewinnwarnung“.

Der Sportwagenbauer beruhigt scheinbar vergeblich: „Porsche wird auch weiterhin seiner Strategie treu bleiben, lieber ein Fahrzeug weniger zu produzieren als eines auf Halde zu stellen“, teilte das Unternehmen mit. Porsche sehe sich aufgrund seiner variablen Produktion in der Lage, die Stückzahlen flexibel anzupassen. Den nächsten Wachstumsschub erwartet das Unternehmen erst im folgenden Geschäftsjahr 2009/10, wenn der Panamera auf den Markt kommen wird.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr blieb der Sportwagenbauer trotz scharfen Gegenwindes aus den USA auf Erfolgsspur. Sowohl beim Absatz als auch beim Umsatz seien 2007/08 (31. Juli) neue Rekordwerte einfahren worden, teilten die Stuttgarter am Mittwoch mit. Mit 98 652 Fahrzeugen wurden weltweit 1,2 Prozent mehr Sport- und Geländewagen ausgeliefert als im vorherigen Geschäftsjahr. Die Erlöse legten um 1,3 Prozent auf 7,46 Mrd. Euro zu.

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