Kein Einstieg geplant
Magna will Opel helfen

Der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna will nach eigenen Angaben nicht beim deutschen Autobauer Opel einsteigen, sondern der der General-Motors-Tochter Opel in der Krise beistehen. Opel ist ein Kunde von Magna.

HB BERLIN. "Wir reden nicht von einem Einstieg, wir sagen, wir wollen helfen", sagte Magna - Verwaltungsratschef Frank Stronach in einem Interview der "Kleinen Zeitung", das am Mittwoch auf der Internetseite des österreichisches Blattes veröffentlicht wurde. "Wenn es einem Kunden schlecht geht, schauen wir immer, ob wir etwas tun können", sagte Stronach weiter. "Wir beliefern Opel und es muss in unserem Interesse sein, dass es Opel gut geht. Der Markt darf nicht verloren gehen."

Stronach bekräftigte, dass Magna genug finanzielle Mittel für ein Engagement bei Opel habe. "Wir haben ungefähr 1,5 Mrd. Dollar Bar-Reserven auf der Bank, da können wir ruhig in ein Geschäft hineingehen, ohne uns selbst zu gefährden", erklärte Stronach, der Magna 1957 gegründet hat. Magna ist dem Umsatz nach der drittgrößte Zulieferer nach Denso und Robert Bosch. Das Unternehmen liefert nicht nur Teile, sondern baut für Hersteller auch komplette Fahrzeuge.

Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck vom Dienstag will Magna sich mit 20 Prozent an Opel beteiligen und über Tochterfirmen mit weiteren Anteilen die Mehrheit an dem Autobauer übernehmen. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sprach dagegen lediglich von einem "ersten interessanten Grobkonzept". Neben Magna hat auch der italienische Autobauer Fiat Interesse an Opel, das sich von der schwer angeschlagenen Mutter GM ablösen will.

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