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Kein goldener Fallschirm: US-Firmenchef verzichtet auf Millionen-Abfindung

Das passiert wohl auch nicht alle Tage: In den USA räumt der Direktor eines Ölförderdienstleisters seinen Platz und verzichtet auf seine vertraglich vereinbarte Abfindung - ein dreistelliger Millionenbetrag.

Nach massiver Kritik von Anlegern räumt der Direktor eines Ölförderdienstleisters in den USA seinen Chefsessel. Quelle: dpa
Nach massiver Kritik von Anlegern räumt der Direktor eines Ölförderdienstleisters in den USA seinen Chefsessel. Quelle: dpa

New YorkDer Direktor eines Ölförderdienstleisters in den USA räumt seinen Chefsessel nach massiver Kritik von Anlegern ohne seine vertraglich vereinbarte Abfindung in dreistelliger Millionenhöhe. Nabors Industries wird seinem bisherigen Verwaltungsratschef, Eugene Isenberg, nicht die vertraglich vereinbarte Abfindung von 100 Millionen US-Dollar (76 Millionen Euro) zahlen, wie das Unternehmen mit Sitz in Houston am Montag mitteilte. Darauf habe sich Nabors Industries mit dem Manager verständigt. Isenberg verzichte zudem auf einen Bonus von weiteren sieben Millionen Dollar.

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Die Abfindungsprämie war eine der höchsten, die in der US-Wirtschaftsgeschichte jemals vereinbart wurde, und hätte den Gewinn des Unternehmens im Jahr 2010 deutlich überstiegen. Der 82-Jährige Isenberg erklärte, der Verzicht auf die Abfindungsprämie sei "in aller Interesse" gewesen, insbesondere der Aktionäre des Unternehmens.

Der Kurs der Aktie von Nabors Industries hatte innerhalb eines Jahres mehr als 60 Prozent an Wert verloren. Nach Bekanntgabe der Vereinbarung gewann das Papier am Montag wieder leicht. Nabors Industries ist als Dienstleister in der Öl- und Gasförderung tätig. Die Abfindung mit Isenberg war 2009 vertraglich vereinbart worden. Die vom US-Magazin Forbes bislang höchste registrierte Abfindung belief sich auf 417 Millionen Dollar für den früheren Chef von General Electric, Jack Welch, im Jahr 2001.

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