Kein IAA-Effekt im November
Auto-Neuzulassungen weiter im Rückwärtsgang

Der Pkw-Markt in Deutschland hat sich nach rückläufigen Zulassungszahlen im November weiter eingetrübt. Die von der Autoindustrie erhofften Impulse durch die Internationale Automobilausstellung IAA sind verpufft.

HB FLENSBURG. Im November wurden mit 256 000 Autos 4,8 % weniger zugelassen als im Oktober, berichtete das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Montag in Flensburg. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl der Neuzulassungen um 0,1 %. Kurz vor Jahresschluss 2003 liegen die Neuanmeldungen von Personenwagen mit knapp mehr als drei Mill. um 0,6 % unter dem Stand von Januar bis November 2002.

Bereits im Oktober war der IAA-Effekt, in den die Branche große Hoffnungen gesetzt hatte, nicht mehr zu spüren. Die Zulassungszahlen waren im Jahresvergleich um 4,2 % zurückgegangen. Im September hatte es zur IAA noch ein Plus von 7,2 % im Jahresvergleich gegeben. Die Autoindustrie geht bereits seit längerem davon aus, das Ergebnis des Vorjahres nicht mehr zu schaffen. Im November wurde der Rückstand zum Vorjahr aber immerhin um 0,1 %punkte verkürzt.

Klare November-Gewinner waren BMW und der VW-Konzern. Mit 22 400 Neuwagen fuhren die viertplatzierten Bayern ein dickes Plus von 18,8 % gegenüber dem Vorjahr (18 900) und einen Marktanteil von 8,8 % ein. Die stets führende VW-Gruppe legte im November-Vergleich um 6,2 % auf 82 200 Autos (2002: 77 400) zu. Ihr November- Anteil an den Gesamtzulassungen beträgt 32,1 %.

Bei anderen ging es bergab: Der Zweitplatzierte DaimlerChrysler legte mit 32 300 Zulassungen den Rückwärtsgang ein (minus 5,5 %). Der November-Anteil sank von 13,3 % auf 12,6 %. Die mit 9,6 % Marktanteil an dritter Stelle stehende Opel- Gruppe (Opel/GM und Saab) verbuchte einen starken Rückgang von 14,4 % auf 24 700 Anmeldungen.

Die Ford-Gruppe (Ford, Volvo, Jaguar, Landrover) fuhr bei einer Gesamtverkaufszahl von 22 500 Exemplaren talwärts (minus 9 %). Sie kam im November auf 8,8 % Marktanteil und lag damit gemeinsam mit BMW auf Rang 4. Auch der auf Platz fünf stehende französische Hersteller Renault (6,2 % Gesamtanteil) verbuchte ein starkes Minus. Er brachte es auf 15 900 Neuanmeldungen, was fast 2200 Fahrzeuge weniger waren (minus 12,1 %). Die PSA-Gruppe (Citroën/Peugeot) - mit 5 % Anteil auf Platz sechs - erzielte 11 500 Zulassungen. Das ist ein Minus von 9,8 %.

Die japanischen Hersteller Toyota, Mazda, Nissan, Honda, Mitsubishi und Suzuki erreichten zusammen mit rund 26 000 Anmeldungen genau so viele wie im November 2002.

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