Kein Verkauf der Autozuliefersparte
Thyssen-Krupp zieht um

Der Mischkonzern Thyssen-Krupp verlagert den Sitz seiner Konzernzentrale von Düsseldorf nach Essen. Auch Duisburg darf sich über mehr Personal freuen. Der Düsseldorfer Oberbürgermeister hingegen ist vor den Kopf gestoßen – er erfuhr erst aus den Medien von dem Wegzug.

HB/mjh ESSEN. Konzernchef Ekkehard Schulz bestätigte am Donnerstagmorgen die Abkehr von der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Zugleich schloss er einen Verkauf seiner Automobilzuliefersparte Automotive aus. Darüber war zuletzt immer wieder spekuliert worden.

„Thyssen-Krupp und seine beiden Vorgängerunternehmen haben ihre Wurzeln im Ruhrgebiet“, begründete Schulz den Schritt. „Dieser Region fühlen wir uns deshalb in besonderer Weise verpflichtet und verbunden.“ Der in Thyssen-Krupp aufgegangene Krupp-Stahlkonzern hat seine Ursprünge in Essen. Der Mischkonzern beschäftigt im Ruhrgebiet rund 31 000 Mitarbeiter. In ganz Nordrhein-Westfalen sind es rund 50 000 Menschen.

Thyssen-Krupp werde sich den Umzug einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag kosten lassen. Zur Finanzierung solle der Firmensitz in Düsseldorf, das für seine Architektur bekannte „Drei-Scheiben-Haus“, verkauft werden, sagte Schulz. Auch zwei weitere Komplexe wolle Thyssen-Krupp abgeben. Für die Immobilien gebe es bereits Interessenten. Im Ruhrgebiet zieht Thyssen-Krupp in konzerneigene Immobilien.

Der Umzug von Düsseldorf nach Essen sei frühestens für Ende 2008 geplant. Der Gesamtumzug könnte dann 2011 abgeschlossen werden. In Essen sollten mehr als 2 000 Mitarbeiter angesiedelt werden. Der Standort Duisburg solle unverändert erhalten bleiben. Bislang sind Essen und Duisburg zwar formal die Sitze des Unternehmens, die Konzernverwaltung ist allerdings in Düsseldorf angesiedelt.

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