Kein Verständnis für die Haltung der Obstbauern
Airbusmitarbeiter demonstrieren für Startbahnverlängerung

Rund 10 000 Airbusbeschäftigte und Familienangehörige haben für eine Verlängerung der Startbahn am Werksflughafen Hamburg-Finkenwerder demonstriert.

HB HAMBURG. Sie marschierten hinter einem großen Spruchband mit der Aufschrift: „589 Meter für unsere Zukunft“ vom Werkstor zu einer Betriebsversammlung auf einer Wiese in Neuenfelde. Dort verhindern verkaufsunwillige Grundstückseigentümer die Verlängerung der Start- und Landebahn.

Airbus macht von der Verlängerung der Landebahn die Ansiedlung eines Auslieferungszentrums für die Frachtversion des A 380 in Hamburg abhängig.

„Vom Luftverkehr profitieren alle“ und „Airbus fliegt auch für Neuenfelde“, hieß es. Viele Demonstranten zeigten kein Verständnis für die Haltung der Obstbauern und der Kirche, die mit ihren Verkaufsweigerungen bisher einer Landebahnerweiterung im Wege stehen. Der Airbus-Betriebsratsvorsitzende Horst Niehus forderte einen neutralen Vermittler, der die harten Fronten im Streit um die Startbahn aufbrechen sollte. „Wir brauchen faire, vernünftige Kompromisse“, meinte er. In diesem Zusammenhang hoffe er auf ein „Signal“ des Unternehmens bezüglich einer Bestandssicherung von Neuenfelde.

Airbus-Deutschland-Chef Gerhard Puttfarcken erklärte daraufhin: „Wenn der Planfeststellungsbeschluss zeitgerecht verwirklicht wird, wird Airbus gegenüber der Stadt Hamburg rechtsverbindlich erklären, keinen weiteren Antrag zu einer Startbahnverlängerung über die 589 Meter hinaus zu stellen.“ Unterstützung erhielten die Airbusmitarbeiter auch von der Industriegewerkschaft Metall und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.

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