Kein Wechsel zu DaimlerChrysler
VW-Markenchef Bernhard bleibt in Wolfsburg

VW-Markenchef Wolfgang Bernhard bleibt in Wolfsburg. In einem der Nachrichtenagentur dpa vorliegenden Brief an alle VW- Führungskräfte wies der Manager am Freitag Berichte über einen Wechsel zu DaimlerChrysler zurück.

HB WOLFSBURG. „Ich bleibe in Wolfsburg. Ich spiele nicht mit dem Gedanken, Volkswagen zu verlassen“, schrieb er. „All das, was Sie zu den Gerüchten um meine Person gelesen oder gehört haben, ist falsch.“ In den vergangenen Tagen war Bernhard in Medienberichten als möglicher Kandidat für die Führung der DaimlerChrysler-Kernsparte Mercedes genannt worden. Als angeblicher Anreiz für eine Rückkehr Bernhards zu seinem früheren Arbeitgeber wurde dabei unter anderem sein gutes Verhältnis zum künftigen Konzernchef Dieter Zetsche genannt, mit dem zusammen er den US-Autohersteller Chrysler durch eine radikale Sparkur saniert hatte. Bernhard, damals bereits designierter Mercedes-Chef, hätte DaimlerChrysler im Frühjahr 2004 im Streit mit Konzern-Lenker Jürgen Schrempp verlassen. Schrempp hört nun zum Jahreswechsel auf.

„Ich bin ein Versprechen eingegangen, als ich vor gut einem halben Jahr hier in Wolfsburg angetreten bin“, schrieb Bernhard in dem per E-Mail verschickten Schreiben. „Und ich stehe zu diesem Wort.“ Wie auch die „Bild am Sonntag“ berichtet, sei für ihn klar: „Wenn man mitten im Rennen nicht nur seine Ziele, sondern auch noch die Pferde wechselt, hat man schon so gut wie verloren.“ Der 44-Jährige soll die Kernmarke Volkswagen mit einem Effizienz- und Sparprogramm konkurrenzfähiger machen.

Das Branchenblatt „Automobilwoche“ berichtet in seiner neuen Ausgabe, VW habe bereits beim Golf Antenne und Batterie durch kostengünstigere Ausführungen ersetzt. Ein Volkswagen-Sprecher sagte dazu, der Preis der bisherigen in die Heckscheibe integrierten Antenne und der neuen äußeren Version sei in etwa gleich. Bei dem Wechsel im Mai sei es um eine „Systemumstellung“ gegangen. Die Empfangsqualität der neuen Antenne sei besser. Laut „Automobilwoche“ beklagten sich Kunden bei Händlern über die 40 Zentimeter lange Stabantenne auf dem Dach.

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