Keine Angaben über Details
Neuer Kungelei-Verdacht bei der Bahn

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben einen Bauleiter der Deutschen Bahn wegen Korruptionsverdacht in Haft genommen. Die Ermittler vermuten, dass der Korruptionssumpf noch tiefer ist.

HB FRANKFURT/BERLIN. Nach dpa-Informationen war der mittlerweile beurlaubte Beamte am Neubauprojekt der ICE-Strecke Frankfurt-Köln beteiligt.

Bereits am vergangenen Donnerstag hatten die Ermittler mehrere Objekte im privaten und geschäftlichen Umfeld des Mannes durchsucht. Nach den Worten von Oberstaatsanwalt Wolfgang Schaupensteiner gibt es wahrscheinlich noch weitere Täter. Der Beschuldigte hat die Vorwürfe bislang bestritten.

Um weitere Verdächtige in der sehr frühen Ermittlungsphase nicht unnötig zu warnen, könne er keine konkreteren Hinweise auf Art und Umfang der Bestechungsvorgänge machen, sagte der Strafverfolger. Auch die Bahn machte keine Angaben zum entstandenen Schaden. Die Staatsanwälte werden von der Bahn-Innenrevision und einem eigens beauftragten Anwalt unterstützt, teilte das Unternehmen in Berlin mit.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hatte vor zwei Jahren einen Korruptionsskandal bei der Bahn aufgedeckt, bei dem es um die Lieferung von Schotter, Schwellen und Schienen ging.

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