Keine Auswirkungen auf Ergebnis
Schwarz Pharma stoppt klinische Studie zu Pamirosin

Der Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma hat seine klinische Studie der Phase II mit dem Wirkstoff Pamirosin zur Behandlung gutartiger Prostatavergrößerung gestoppt. Grund seien unklare präklinische Befunde, hieß es am Freitag.

HB FRANKFURT. Grund seien unklare präklinische Befunde, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht eindeutig interpretierbar seien, teilte das Monheimer Unternehmen am Freitag mit. Die Entscheidung habe keine negativen Auswirkungen auf das für 2004 geplante Ergebnis. Bis zu einer abschließenden Klärung der Befunde wolle Schwarz Pharma das Entwicklungsprogramm, das sich in einem frühen Stadium befände, aussetzen.

Die im MDax notierte Schwarz-Pharma-Aktie weitete ihre Kursverluste nach der Mitteilung deutlich aus und gab 3,4 Prozent auf 28,78 Euro nach

.

Schwarz Pharma hatte im Juni 2002 die Entwicklungs- und Vermarktungsrechte an dem Wirkstoff von Ranbaxy Laboratories erworben und dabei eine Vorabzahlung von 6 Millionen Dollar geleistet. Weitere Zahlungen waren für das Erreichen bestimmter Forschungsziele vereinbart. Dem Mittel wurden nach Angaben einer Sprecherin von Schwarz Pharma jährliche Spitzenumsätze von 450 Millionen Euro ab dem fünften Jahr nach der Markteinführung zugetraut. Experten hatten mit einem Marktstart des Produkts im Jahr 2009 gerechnet.

Für das Gesamtjahr 2004 erwartet Schwarz Pharma einen Umsatz von mehr als 850 Millionen Euro nach 1,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr und einen „marginalen“ Nettogewinn. Im dritten Quartal hatte der Arzneimittelhersteller herbe Einbußen bei Umsatz und Gewinn verzeichnet. Das mehrheitlich im Familienbesitz befindliche Unternehmen hatte vergangenes Jahr einige Zeit davon profitiert, dass es mit Omeprazol als einziger Hersteller ein Nachahmerprodukt des lukrativen Magenmittels Prilosec von Astra Zeneca in den USA verkaufen durfte. Mit dem Markteintritt weiterer Wettbewerber sanken aber die Umsätze zunehmend.

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