"Keine ersten konjunkturellen Lichtzeichen"
Bilfinger sieht keine Wende am Bau

Der zweitgrößte deutsche Baukonzern Bilfinger Berger sieht keine Anzeichen für eine konjunkturelle Wende am Bau in Deutschland. „Für den öffentlichen Bau gibt es nichts Gutes zu sagen, und auch beim Wohnungsbau sehe ich keine Trendwende“, sagte Bilfinger-Chef Herbert Bodner in Mannheim.

agr DÜSSELDORF. Wegen der Ausfälle durch die Verzögerung der LKW-Maut sei Deutschland angesichts der EU-Osterweiterung auf dem Weg in ein Verkehrsdebakel. „Ich kann im Gegensatz zu Konkurrenten keine ersten konjunkturellen Lichtzeichen erkennen“, sagte Bodner.

Hans-Peter Keitel, Chef des Branchenprimus Hochtief, glaubt, dass die Baubranche das Schlimmste überstanden hat. Die Bauverbände rechnen 2005 mit einer Trendwende. Das Ifo-Institut registriert bereits eine bessere Stimmung am Bau.

Bilfinger werde der Konzern den Deutschland-Anteil an der Bauleistung (5,6 Mrd. Euro) von 27 % auf unter 25 % senken, kündigte Konzernchef Bodner an. Die Mannheimer wollen durch Akquisitionen im Ausland und im ertragsstarken Dienstleistungsgeschäft wachsen. Für Übernahmen „innerhalb der nächsten zwei Jahre“ stehen 300 Mill. Euro bereit. Weitere 100 Mill. Euro will Bilfinger in das lukrative Geschäft mit privaten Betreibermodellen (BOT) stecken. Neben den USA hat der Konzern im Zuge der EU-Osterweiterung und den zu erwartenden neuen Verkehrsprojekten Osteuropa im Auge.

Bilfinger ist gut in das Jahr 2004 gestartet. Die Leistung legte um 18 % auf 1,35 Mrd. Euro zu. Im Gesamtjahr soll sie über 6 Mrd. Euro erreichen. Das operative Ergebnis soll sich ebenfalls verbessern. 2003 stieg das Ebita um 36 % auf 101 Mill. Euro. An der Börse überzeugte dies nicht. Die Aktie rutschte ins Minus.

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