Keine höhere Dividende
Henkel will Asien für Wachstum nutzen

Der Konsumgüterkonzern Henkel will 2006 mit neuen Produkten und einer Expansion in Asien und Osteuropa sein Wachstum ankurbeln.

HB DÜSSELDORF. Henkel wolle seine Umsätze bis 2008 jährlich um drei bis vier Prozent steigern, unterstrich Konzernchef Ulrich Lehner in einem Interview. Damit wolle Henkel schneller als der Markt wachsen. Im kommenden Jahr solle der Anteil neuer Produkte am Umsatz von derzeit rund 25 Prozent auf rund 30 Prozent steigen: „Das Jahr 2006 steht ganz unter der Überschrift Innovation.“ Eine Prognose für das kommende Jahr gab Lehner noch nicht ab.

Nachdem 2005 für Henkel angesichts der milliardenschweren Akquisitionen in den USA ein Jahr der Konsolidierung war, will Lehner wieder Zukäufe ins Visier nehmen. Der durch Marken wie Pritt oder Persil bekannte Konzern wolle etwa in Asien „deutlich wachsen“. Es liege nahe, „dass eine Zielregion für Zukäufe Asien ist“. Aber auch in Europa sieht Lehner noch „weiße Flecken“. Als Beispiel nannte er die Sparte Technologies. Bei Zukäufen müssten aber der Preis in Ordnung sein und die Unternehmenskulturen zusammenpassen.

Die Stimmung der Konsumenten werde sich im kommenden Jahr in Deutschland und den anderen Euro-Ländern nicht wesentlich verändern. Lehner will dem aber mit Wachstum in anderen Regionen begegnen: „Wir wollen mit einer stärkeren Präsenz in den Wachstumsregionen deutlich dazu beitragen, wobei die gute Entwicklung in Osteuropa, Asien, Süd- und Nordamerika eine schwächere Entwicklung in Westeuropa kompensieren sollte.“ Längerfristig solle der Umsatzanteil außerhalb der Euro-Zone deutlich zulegen. „Wir sind heute mit einem Umsatzanteil von 24 Prozent in den so genannten Wachstumsmärkten vertreten und diese Zahl wird im Rahmen der nächsten Jahre auf 30 Prozent steigen.“

Lehner will dabei auch ein verstärktes Engagement im indischen Wachstumsmarkt unter die Lupe nehmen. „Dabei prüfen wir alle Möglichkeiten für sämtliche Henkel-Bereiche. Das kann zum Ergebnis führen: Stärken, weitermachen wie bisher oder eventuell auch, dass es noch keine Perspektive für Indien gibt.“

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