Keine Kapitalerhöhung 2005
Pfleiderer handelt Kunz herunter

Der Möbel- und Bauzulieferer Pfleiderer wird erst im kommenden Jahr über eine mögliche Kapitalerhöhung entscheiden. Für dieses Jahr schloss der Konzern eine solche Maßnahme definitiv aus. Grund sind die Probleme bei der Übernahme von Kunz.

dpa-afx NEUMARKT. Ein Sprecher erklärte am Donnerstag in Neumarkt auf Anfrage, der Plan sei nicht ad acta gelegt, sondern lediglich verschoben. "Wir hätten eine Kapitalerhöhung aus technischen Gründen einfach in diesem Jahr nicht mehr geschafft." An der geplanten Summe von zehn Mill. neu auszugebenden Aktien halte Pfleiderer fest.

Hintergrund ist die Verzögerung der Übernahme der Holzwerkstoff-Aktivitäten der Kunz Gruppe in Deutschland und Nordamerika, für die sich beide Konzerne am Donnerstag auf einen Preisabschlag von 20 Mill. Euro einigten. An der Frankfurter Börse wurde die Nachricht von den erfolgreichen Preisverhandlungen positiv bewertet, die Aktie lag zuletzt mit 6,28 Prozent im Plus bei 15,90 Euro.

Pfleiderer hatte die Übernahme der Kunz-Holzwerkstoffaktivitäten erstmals im Juli bekannt gegeben und damals vor dem Hintergrund weiterer Expansionspläne auch eine mögliche Kapitalerhöhung ins Spiel gebracht. Auf die Kapitalerhöhung ist der Konzern bei der Übernahme allerdings nicht angewiesen. "Die Finanzierung steht", sagte der Sprecher. Bisherigen Angaben zufolge wird das Geschäft ausschließlich über die Banken finanziert.

Für den Kauf muss der Konzern nun noch 192 Mill. Euro berappen. Zudem werden 267 Mill. an Schulden übernommen. Ursprünglich sollten die Neumarkter 212 Mill. Euro auf den Tisch legen. Doch weil Kunz nach dem Geschäftsabschluss noch die Umstrukturierung seines Spanplattengeschäfts in Nordamerika einleitete, einigten sich beide Seiten auf den Preisabschlag. Pfleiderer rechnet nun damit, dass die Übernahme im vierten Quartal unter Dach und Fach sein wird.

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