Keine Kündigungen
Bei Mercedes droht Stellenabbau

Angesichts der schwachen Autokonjunktur plant der Autobauer Daimler-Chrysler offenbar den Abbau von Stellen in Deutschland. Betriebsbedingte Kündigungen soll es wegen der Beschäftigungssicherung bis 2012 aber nicht geben.

HB STUTTGART. Konzernchef Jürgen Schrempp und Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm haben nach Angaben eines Sprechers am Montag in einem Gespräch deutlich gemacht, dass diese für die Beschäftigten in Deutschland geltende Vereinbarung unverändert stehe. Alles weitere werde in den nächsten Monaten besprochen. Es sei noch keine Entscheidung über einen Personalabbau gefallen.

Es gebe keine Entscheidung über einen Personalabbau, betonte der Sprecher und fuhr fort: „Die in Medien genannte Zahlen sind reine Spekulation“. Mercedes-Chef Eckhard Cordes hatte bereits im Februar bei der Vorstellung des Milliarden-Sparprogramms CORE erklärt, dass Personalmaßnahmen nicht ausgeschlossen seien. Angesichts des Beschäftigungspaktes kämen aber nur freiwillige Maßnahmen, Nicht-Wiederbesetzung von Stellen und Stellenverlagerungen in Frage, hatte er seitdem mehrfach erklärt.

Daimler-Chrysler will nach Angaben des Betriebsrats die Mitarbeiter mit Abfindungen zum Ausscheiden aus dem Konzern bewegen. In den kommenden Monaten werde mit der Unternehmensführung ein Abfindungsprogramm ausgehandelt. Die 160 000 Beschäftigten von Daimler-Chrysler in Deutschland genießen dem vor einem Jahr ausgehandelten Beschäftigungspakt zufolge bis 2011 Kündigungsschutz. Nach wochenlangen Streiks und Auseinandersetzungen hatten Betriebsrat und Konzernführung ein 500 Mill. € schweres Sparpaket ausgehandelt. Im Gegenzug zu der Beschäftigungsgarantie stimmte der Betriebsrat damals Streichungen bei den Bezügen zu.

Der Abschluss dieses Beschäftigungspakt sei richtig gewesen, teilte Betriebsratschef Klemm mit. Diese Vereinbarung halte und gelte unverändert. Dadurch könne Betriebsrat nun ein Programm zum freiwilligen Ausscheiden von Mitarbeitern aushandeln. Dies werde nicht ohne finanzielle Anreize für die Beschäftigten möglich sein. „Spätestens jetzt zeigt sich, wie richtig es war, im letzten Jahr einen Zukunftspakt zu vereinbaren, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließt“, teilte Klemm mit.

Nach einem Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“ werde ein Abbau von 5000 Stellen diskutiert. Das liege vor allem an der schwächerne Auslastung im Mercedes-Werk Sindelfingen.

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