Keine marktbeherrschende Stellung
Fiat darf Flugzeugsparte verkaufen

Der italienische Konzern hat grünes Licht von der EU-Kommission für den Verkauf an Finmeccanica und die Carlyle Group. Carlyle hat auch Interesse an einem Kauf von Triebwerksbauer MTU.

HB/dpa BRüSSEL. Der hoch verschuldete Fiat-Konzern darf nach grünem Licht der EU-Kommission seine Flugzeugsparte Fiat Avio für 1,5 Mrd. € verkaufen. Die künftige Zugehörigkeit zum italienischen Rüstungskonzern Finmeccanica und der US-Beteiligungsgesellschaft Carlyle Group führe nicht zu einer marktbeherrschenden Stellung, teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel nach einer einmonatigen Wettbewerbsprüfung mit.

Carlyle halte 70 % an Fiat Avio, Finmeccanica die restlichen 30 %. Die beiden Unternehmen hatten sich für die Übernahme verbündet; Finmeccanica besitzt als Minderheitsaktionär Vetorechte bei wichtigen Entscheidungen. Fiat Avio beschäftigt nach früheren Angaben 5000 Menschen in 14 Werken und neun Forschungszentren. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen rund 1,5 Mrd. € Umsatz und ein operatives Ergebnis von 210 Mill. €. Carlyle hat nach Angaben vom Juli auch Interesse an einem Kauf von MTU, der Münchner Triebwerkstochter von DaimlerChrysler. MTU steht zum Verkauf und arbeitet mit Fiat Avio eng zusammen. Daher wäre eine Fusion nach Einschätzung von Branchenkennern sinnvoll.

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