Keine Teilnahme an Rabattkrieg
Langer Phaeton soll US-Käufer locken

Achtzylinder-Motor mit 4,2 Litern Hubraum und 335 PS oder Zwölfzylinder-Motor mit sechs Litern Hubraum und 420 PS. Dazu eine Verlängerung um 120 Millimetern gegenüber den deutschen Modellen - damit will Volkswagen in den USA sein Oberklasse-Modell Phaeton an den Käufer bringen. Der US-Verkauf könnte die bisher schwache Auslastung in Dresden von nur 30 bis 40 Autos pro Tag nach Ansicht von Branchenkennern erhöhen. Die „gläserne Manufaktur“ war ursprünglich für bis zu 150 Autos pro Tag ausgegelegt worden.

HB DRESDEN/BERLIN. VW strebt einen US-Absatz von 4000 bis 5000 Stück pro Jahr an, allerdings nicht im ersten Jahr. Die US- Preise stehen noch nicht fest, doch werden sie sehr wettbewerbsfähig sein, sagte Frank Magiure, der Verkaufschef der Volkswagen of America, einer Gruppe amerikanischer Autojournalisten am Samstag in der „gläsernen Manufaktur“ in Dresden.

VW tritt mit dem Phaeton vor allem gegen die etablierte starke Konkurrenz der Spitzenmodelle von Mercedes, BMW, Lexus (Toyota) und Jaguar an. Es werden anfangs nur rund 200 der 600 amerikanischen VW- Händler den Phaeton anbieten.

Der Phaeton soll nach den Worten des für das US-Geschäft zuständigen VW-Vorstands Jens Neumann die Produktlinie von VW nach oben hin erweitern. Er gehe von einem graduellen Erfolg dieser Strategie aus, sagte er. Der Phaeton sei nur ein erster Schritt. Neumann machte klar, dass die Modelllücke zwischen dem Passat und dem Phaeton mit einem neuen Modell geschlossen werden soll. Dieses Fahrzeug wird laut Neumann allerdings „nicht in naher Zukunft“ kommen. Damit will VW offensichtlich auch im lukrativen Segment der E-Klasse von Mercedes und der 5er Reihe von BMW mitmischen.

Neumann machte klar, dass Volkswagen in den USA den Rabattkrieg nicht mit höheren Verkaufsanreizen als bisher mitmachen will. Der VW- Verkauf im US-Markt wird in diesem Jahr laut Neumann 320 000 bis 330 000 Autos erreichen. VW hatte in den USA in den ersten acht Monaten 2003 einen Absatzrückgang von 13,9 % auf 204 000 Autos erlebt, weil der Konzern geringere Verkaufshilfen gibt als General Motors, Ford und Chrysler. Der neue Golf V wird laut Neumann erst im Jahr 2005 im amerikanischen Markt eingeführt werden.

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