Keine Übernahmem im traditionellen Geschäft angestrebt: Nestle will über die Menge wachsen

Keine Übernahmem im traditionellen Geschäft angestrebt
Nestle will über die Menge wachsen

Der Nahrungsmittelkonzern Nestle sieht im laufenden Jahr 2004 - bei konstanten Wechselkursen - eine Steigerung von Umsatz und Gewinn. Daran habe er „keinen Zweifel“, sagte Nestle-Chef Peter Brabeck am Donnerstag. Das äußere Umfeld habe sich verbessert. In den USA erwartet Brabeck ein „exzellentes“ Jahr.

HB ZÜRICH. Der Konzern wolle sich in diesem Jahr weiter auf die Steigerung der Margen konzentrieren, so Brabeck weiter. Nestle wolle im laufenden Jahr Wachstum eher über die Menge als über Preiserhöhungen erzielen, wie er weiter sagte. Im vergangenen Jahr hatte das Wachstum über Preiserhöhungen 2,9 Prozent betragen, während das Mengenwachstum 2,2 Prozent ausmachte. Für 2004 peilt der Konzern ein organisches Wachstum zwischen fünf und sechs Prozent an.

Nestle peilt keine Übernahmem im traditionellen Geschäft an, wie Brabeck weiter sagte. Eher könnten Zukäufe im Bereich Nutrition erfolgen. Währungsbewegungen haben den Konzern in den vergangenen drei Jahren 18 Milliarden sfr gekostet, so Brabeck. Ein starker Dollar sei wünschenswert.

Im abgelaufenen Jahr verzeichnete der weltgrößte Nahrungsmittelhersteller, dessen Produkte wie Nescafe, Alete, Kitkat oder Vittel in den Supermärkten in der ganzen Welt zu finden sind, aus Währungsgründen einen Gewinn- und Umsatzrückgang. Der Reingewinn ging auf 6,2 Mrd. Franken (3,9 Mrd. Euro) zurück, nach 7,5 Mrd. Franken 2002. Dieses Ergebnis sei aber nicht zu vergleichen, da 2002 Sonderfaktoren wie der Verkauf von Töchtern zu einem höheren Ergebnis geführt hatten, betonte Nestle. Der Umsatz ging 2003 leicht auf 87,9 (Vorjahr: 89,1) Mrd. Franken zurück. Einer der Hauptgründe waren Währungseinflüsse, wie der starke Franken und der schwache Dollar. Beim besonders beachteten organischen Wachstum über die Menge und Preiserhöhungen erfüllte Nestle mit 5,1 % knapp das selbst gesteckte Ziel, wie Nestle am Donnerstag weiter mitteilte. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisationen (Ebita) verbesserte sich auf 11,00 (Vorjahr 10,94) Mrd. sfr.

Vor allem löslicher Kaffee, tiefgekühlte Produkte und Speiseeis, trugen zum organischen Wachstum bei, bei dem Preiserhöhungen 2,9 % und die Steigerunge der Menge 2,2 % ausmachten. Analysten hatten bei Umsätzen von 88,56 Mrd. sfr einen Reingewinn von 6,18 Mrd. sfr erwartet. Das organische Wachstum wurde bei 5,3 % gesehen.

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