Keine Übernahmen in den USA: Beiersdorf ist lieber profitabel als spannend

Keine Übernahmen in den USA
Beiersdorf ist lieber profitabel als spannend

Der Nivea-Hersteller Beiersdorf plant nach den Worten seines Vorstandschefs Rolf Kunisch derzeit keine Übernahmen. Die Strategie sei, mit Nivea und den anderen Marken weiterhin organisch zu wachsen.

HB DÜSSELDORF. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch sagte der Manager, durch den „Fokus auf Hautpflege“ habe Beiersdorf die Nivea-Umsätze von 500 Mill. Euro im Jahr 1990 auf mittlerweile 2,7 Mrd. Euro im vergangenen Jahr steigern können.

In den 1990er Jahren hätten Analysten Beiersdorf als nicht besonders spannend gesehen. „Sie sagen das weiterhin. Ich glaube, es ist nicht so schlimm, langweilig zu sein, wenn man sein Geschäft profitabel aufbaut“, sagte Kunisch.

Falls sich Gelegenheiten zeigten, werde Beiersdorf auch Zukäufe tätigen, sagte der Manager. Der Konzern schaue sich aber derzeit nicht aktiv danach um. Vor allem in den Regionen Asien und in Nordamerika ist Beiersdorf derzeit noch nicht stark vertreten.

Manche Analysten hatten Kunisch kritisiert, er habe Akquisitionsgelegenheiten in den USA einfach verstreichen lassen. Sie erwarten einen härteren Wettbewerb durch den geplanten Zusammenschluss der US-Konzernriesen Procter & Gamble und Gillette.

Zudem hatte Konkurrent Henkel sich in den USA durch den Erwerb der Dial Corp verstärkt. Einige Analysten haben daher Zweifel hinsichtlich der Wachstumsfähigkeit von Beiersdorf und stufen die Aktie auf „Verkaufen“ ein.

Über die Analystenzunft sagte Kunisch: „Sie wollen Fantasien erzeugen zu Übernahmen, das Risiko, Sachen zu erwerben. Was sie hassen, ist eine konsistente Entwicklung.“ Im vergangenen Jahr nahm bei Beiersdorf - Wechselkurseffekte rausgerechnet - der Umsatz um 4,5 Prozent auf 4,55 Mrd. Euro zu.

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