Keine Volkswagen-Werbung
Der Super Bowl verliert sein super Image

Der Super Bowl ist das größte Werbeevent des Jahres – doch Volkswagen und andere Autobauer ziehen ihre Werbung zurück. Fehlende Sponsoren, besorgte Eltern und zahlreiche Klagen: Der Football steckt mitten in einer Krise.
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San FranciscoEs sind die Autohersteller, die den Anfang machen. Volkswagen ist der bislang letzte in einer Reihe von großen Namen, die auf eine millionenteure Werbung im Football-Spektakel SuperBowl im kommenden Jahr verzichten werden. Sicherheit, Verantwortungsbewusstsein und Football, das passt offenbar irgendwie nicht mehr zusammen. Kartoffelchips-Hersteller, Brauereien, Internetfirmen und Gebrauchtwagen-Verkäufer sind jetzt unter sich.

„Autohersteller, die nächstes Jahr im SuperBowl werben, finden sich in einer sehr konkurrenzarmen Situation wieder“, versucht Seth Winter, verantwortlich bei NBC Sports für das Super-Sportspektakel am 1. Februar, der Situation etwas Gutes abzugewinnen. Gegenüber dem renommierten  Werbe-und Medien-Fachblatt „Variety“ gibt er zu, dass sich die Zahl der werbenden Autohersteller gegenüber Vorjahr praktisch halbiert hat. Bislang, so Stand Anfang November, sind nur rund 90 Prozent der Werbeplätze verkauft.

Dass sich das noch ändert, das ist nicht wirklich sicher. Das Preisschild für einen 30-Sekunden-Spot zeigt bei NBC rund 4,5 Millionen Dollar gut elf Prozent mehr als im Vorjahr, Fox verlangt vier Millionen und dazu kommen noch Produktionskosten in Millionenhöhe. Renommierte Regisseure mit großen Filmcrews drehen oft Monate an aufwendigen Produktionen, geplant von teuren Werbeagenturen.

Jetzt geht alles etwas gemächlicher an. General Motors, ein treuer SuperBowl-Kunde steht immer noch unter dem Schock seiner monumentalen Rückruf-Aktionen. Es hat Tote und Verletzte gegeben – und Opfer und Hinterbliebene kämpfen um Schadenersatz. Da ist das nicht richtig passend, mit den Opfern um Cents zu feilschen und 15 Millionen Dollar oder mehr für eine Werbung auszugeben. Jaguar, 2014 erstmals dabei, steigt schon wieder aus und VW, erfolgreich mit seinem 2011er „Darth Vader“-Spot, legt jetzt auch erstmal eine Pause ein. Trotz permanenter SuperBowl-Präsenz läuft das US-Geschäft eher schlecht. Man wolle „andere Prioritäten setzen“, heißt es zurückhaltend.

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  • "VW had ignored the U.S. market for decades after stumbling badly in the 1980s and remains saddled with a reputation here for high prices, mediocre quality and a tin ear for American tastes."
    Quelle: http://www.forbes.com/sites/joannmuller/2013/04/17/volkswagens-mission-to-dominate-global-auto-industry-gets-noticeably-harder/

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Bessere Werbung waere wenn VW die unterirdische Qualitaet seiner Produkte verbessern wuerde. Die geniessen auf dem US Markt den Ruf Edelschrott zu fabrizieren.

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