Keine Vorentscheidung der Nato
EADS liefert Tankflugzeuge an Australien

Für die Lieferung von fünf Airbus-Tankflugzeugen an die australischen Streitkräfte hat der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS den Zuschlag bekommen.

HB AMSTERDAM. Diese hätten sich nach einer Ausschreibung für das von der EADS Division Military Transport Aircraft angebotene Flugzeug A330 MRTT entschieden, teilte das Unternehmen am Freitag in Amsterdam mit. Die derzeitige Flotte von Boeing 707 Tankflugzeugen in Australien werde damit abgelöst. Ein EADS-Sprecher wertete den Auftrag als Signal für das weitere Engagement im Weltmarkt für Tankflugzeuge und besonders für den geplanten Markteinstieg in den USA.

Weltweit rechnet der Konzern in den kommenden 20 Jahren mit einem Bedarf von rund 500 Maschinen. Nach Aussetzung eines zunächst an Boeing erteilten Auftrages für Tankflugzeuge im November laufe derzeit in den Vereinigten Staaten eine Prüfung. EADS sei aber nicht zur Abgabe eines eigenen Angebotes aufgefordert worden. Erst im Januar war das von der EADS geführte Air Tanker Konsortium von der Royal Air Force und der britischen Regierung als Partner für das 13- Milliarden-Pfund-Programm Future Strategic Tanker Aircraft (FSTA) ausgewählt worden.

Die A330 MRTT basiere auf der zivilen Version des Airbus A330. die Auslieferung der ersten Maschinen an die australische Luftwaffe sei 2007 vorgesehen. Das Luftbetankungsprogramm der australischen Streitkräfte habe ein Gesamtvolumen von rund 1,2 Milliarden Euro. Der größte Teil davon entfalle auf EADS, ein Vertrag sei aber noch nicht unterzeichnet, sagte der EADS-Sprecher.

Einen Zeitungsbericht vom Vortag, wonach die EADS vor einem Milliarden-Auftrag durch die Nato stehen soll, bestätigte ein anderer Unternehmenssprecher nicht. Der europäische Konzern sei neben fünf anderen Unternehmen an einem von zwei Konsortien beteiligt, die Studien zu einem Bodenüberwachungssystem aus der Luft vorgelegt hätten. Beide Konsortien seien derzeit noch gleichberechtigt im Rennen um entsprechende Aufträge, eine Vorentscheidung gebe es bisher nicht. Zum finanziellen Auftragsvolumen und zur Anzahl der Maschinen machte der Sprecher keine Angaben. Die „Financial Times“ hatte von einem möglichen Gesamtwert von vier Milliarden Euro gesprochen.

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