Keramikhersteller
Villeroy & Boch kommt nicht aus den roten Zahlen

Der Keramikhersteller Villeroy & Boch muss mit nachlassenden Umsätzen kämpfen. Und am Ende des dritten Quartals steht auch ein Verlust in den Büchern.
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HB METTLACH. Der Keramikhersteller Villeroy & Boch rechnet infolge der Wirtschaftskrise in diesem Jahr weiter mit Verlusten. Das saarländische Traditionsunternehmen schrieb auch im dritten Quartal rote Zahlen, teilte der Konzern am Donnerstag in Mettlach mit. Vor allem die Kosten für ein Sparprogramm in Höhe von rund 60 Mio. Euro werden das Ergebnis im Gesamtjahr tief ins Minus drücken. Eine genaue Prognose gab das Unternehmen aber nicht ab.

Trotz des wichtigen Weihnachtsgeschäfts rechnet Villeroy & Boch auch im vierten Quartal nicht mit wesentlichen Umsatzimpulsen. „Eine Trendwende ist nach wie vor nicht spürbar“, heißt es in der Mitteilung weiter. Allerdings gebe es Zeichen, dass der Tiefpunkt des Abschwungs bald erreicht sein könnte. Vor allem im Ausland waren die Umsätze in den vergangenen Monaten massiv eingebrochen.

In den ersten neun Monaten des Jahres erlöste das Unternehmen rund 529 Mio. Euro, fast 17 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Nach einem Gewinn von 6,4 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2008 schlägt ein Verlust von mehr als 78 Mio. Euro zu Buche. Bereinigt um die Kosten für das Sparprogramm lief in den ersten neun Monaten ein Vorsteuerverlust von 18,5 Mio. Euro auf.

Zwischen Juli und September ging der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um rund zehn Prozent auf 180 Mio. Euro zurück. Nach Steuern verbuchte der Konzern im dritten Viertel des Jahres einen Verlust von rund 4,3 Mio. Euro. Das Unternehmen hatte unter anderem mehrere hundert Stellen gestrichen.

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