Ketchup-Hersteller
Kraft brilliert trotz höherer Rohstoffkosten

Der US-Lebensmittelkonzern Kraft hat trotz gestiegener Rohstoffkosten im zweiten Quartal deutlich mehr verdient. Federn lassen musste das Unternehmen im Geschäft mit Tiefkühlpizzen und Nüssen.

HB CHICAGO. Der Gewinn legte nach Unternehmensangaben vom Mittwoch um knapp vier Prozent auf 707 Mill. Dollar zu. Dabei konnten höhere Umsätze, eine niedrigere Steuerrate und geringere Kosten für den Konzernumbau gestiegene Preise für Produktzutaten wie Milch und Weizen ausgleichen. Zu schaffen machten Kraft auch schrumpfende Marktanteile im Geschäft mit Tiefkühlpizza und Nüssen.

Die Erlöse klettern überraschend deutlich um knapp sieben Prozent auf 9,2 Mrd. Dollar, auch dank des schwächeren Dollar. Wegen der teureren Rohstoffe rechnet das Unternehmen, das Ende März vom US-Tabakkonzern Altria abgespalten wurde und vor dem Kauf der Kekssparte des französischen Konkurrenten Danone steht, mit weiter sinkenden Gewinnmargen. Das Ergebnis vor Sonderposten werde im Rahmen der Markterwarten oder knapp darunter liegen.

Eine Trennung von unrentablen Geschäftsteilen schloss Konzernchefin Irene Rosenfeld nicht aus. „Im Zusammenhang mit unserer neuen Aufstellung stehen unsere Marken ständig auf dem Prüfstand. Wir werden uns von den Teilen trennen, die nicht in unsere Langfrist-Pläne passen.“ Die Aktien zogen vorbörslich um knapp zwei Prozent an.

Der Konzern hatte zuletzt renommierte Investoren wie Carl Icahn und Nelson Peltz angezogen. Auch Warren Buffet, einer der reichsten Männer der Welt, soll bei dem Unternehmen eingestiegen sein. Zum Ausbau seines Europa-Geschäfts unterzeichnete Kraft Anfang Juli eine Grundsatzvereinbarung über den Kauf der Danone-Kekssparte für 7,2 Mrd. Dollar und führt dazu exklusive Gespräche.

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