Kfz-Branche
Piech soll auch MAN beaufsichtigen

Nicht nur bei VW, auch beim Nutzfahrzeuge-Hersteller MAN soll Ferdinand Piech demnächst tiefgreifenden Einfluss bekommen und dort Aufsichtsratschef werden.

HB MÜNCHEN. Nach seiner Wiederwahl zum VW-Aufsichtsratsvorsitzenden soll Piech am 10. Mai diesen Posten auch MAN bekommen. Ein MAN-Betriebsrat sagte dem Nachrichtenmagazin „Focus“: „Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat werden geschlossen für ihn stimmen.“ Zur Begründung sagte er, Piech sei ein verlässlicher Partner der Beschäftigten. Da nach dem Bericht des Blattes neben Piech auch Audi-Chef Rupert Stadler und VW-Nutzfahrzeugvorstand Stephan Schaller in den MAN-Aufsichtsrat einziehen sollen, sei die Ernennung des 70-jährigen Porsche-Enkels zum Chef des Kontrollgremiums sicher.

Volkswagen hält derzeit 29,9 Prozent der MAN-Anteile und ist damit größter Einzelaktionär des Münchner Konzerns. Die Unterstützung der MAN-Betriebsräte, die nach dem VW-Einstieg den Machteinfluss des Wolfsburger Autobauers zunächst kritisiert hatten, sicherte sich Piech laut „Focus“ durch umfangreiche Versprechen. In Gesprächen mit den Gewerkschaftern versicherte Piech demnach, dass beim geplanten Zusammenschluss von MAN, dem schwedischen Lkw-Bauer Scania und der VW-Nutzfahrzeugsparte keine Jobs gestrichen werden sollen. Auch eine Zerschlagung von MAN sei laut Piech nicht geplant.

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