Kfz-Gewerbe erwartet Nachfrage-Rückgang
BMW-Absatz steigt im Februar weiter

Der Münchener Autobauer BMW hat seinen Absatz im Februar dank neuer Modelle um sieben Prozent gesteigert.

HB MÜNCHEN. Insgesamt seien im vergangenen Monat 83 228 (2003: 77 775) Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce verkauft worden, teilte der Konzern am Dienstag in München mit. Der Absatz der Kernmarke BMW sei dabei um 7,3 % auf 69 632 Automobile geklettert. Sehr gut aufgenommen werde von den Kunden weiterhin die jüngste Modellreihe, der BMW 1er, der im Februar 10 267 mal verkauft wurde. Damit hat BMW seit der Einführung des 1er vor einem halben Jahr 58 925 Stück davon verkauft. Vom britischen Kleinwagen Mini seien im Februar mit 13 556 Einheiten fünf Prozent mehr verkauft worden.

Die Aussichten für den weiteren Jahresverlauf blieben nicht zuletzt auch wegen des neuen 3er positiv, teilte BMW mit.

In den ersten beiden Monaten des Jahres habe BMW mit 165 085 Fahrzeugen 8,5 % mehr Autos abgesetzt als ein Jahr zuvor. In den USA kletterte der Absatz um 15,6 % auf 41 260 Autos, auf dem anhaltend schwierigen deutschen Markt steigerte BMW die Zahl der Auslieferungen per Ende Februar um acht Prozent auf 37 771 Einheiten. Aufgefallen sei Spanien, wo mit 8684 Autos 32,4 % mehr abgesetzt wurden als noch im vergangenen Jahr.

Kfz-Gewerbe erwartet 2005 weiter schwache Auto-Nachfrage

Das deutsche Kfz-Gewerbe geht für 2005 unterdessen von einer leicht schrumpfenden Nachfrage nach neuen Autos aus und sieht in dem Rabattkampf der Hersteller zunehmend ein ernstes Problem. Bei den Pkw-Neuzulassungen sei mit einem Rückgang auf 3,25 Mill. Fahrzeuge nach 3,267 Mill. im vergangenen Jahr zu rechnen, teilte der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) am Dienstag in München mit. „Automobile Träume werden sich auch im neuen Jahr nicht erfüllen“, sagte Verbandspräsident Rolf Leuchtenberger. Die Zulassungszahlen im ersten Quartal würden sicher schwächer ausfallen als 2004. Auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) erwartet nach enttäuschenden Absatzzahlen im Januar und Februar mit einem Absatzminus von drei Prozent einen Rückgang der Neuzulassungen auf 3,25 Millionen.

Leuchtenberger sprach von einer unverändert schleppenden Nachfrage und einem täglichen Kampf um Privatkunden, auch wenn die Auftragseingänge leicht zulegten. Gleichzeitig kritisierte er das Vorgehen von Herstellern und Händlern, die Ende 2004 mit erheblichen Preisnachlässen und Kurzanmeldungen die Neuzulassungen künstlich angehoben hätten. Leuchtenberger sprach von einem „immer krakenhafter um sich greifenden, ruinösen Preisverhalten“. In Einzelfällen gebe es Nachlässe von 6000 €. Unter dem Strich habe die deutsche Autoindustrie 2004 „einen zweistelligen Milliardenbetrag dieser Rabattitis geopfert“.

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