KFZ-Markt Deutschland
Mehr Kleinwagen und weniger Luxusautos

Die deutsche Autobranche hat den Absatzrückgang auf ihrem Heimatmarkt etwas gebremst. Dabei zeichnete sich aber ein gemischtes Bild. Die Deutschen haben im Juli nämlich mehr Kleinwagen und weniger Luxusautos gekauft.

HB FRANKFURT. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt am Freitag mitteilte, setzten die Hersteller 14 Prozent mehr Kleinmodelle ab. Allein der Daimler-City-Flitzer Smart fand 60 Prozent mehr Käufer als vor Jahresfrist. Dagegen entschieden sich ein Viertel weniger Autokäufer für einen Oberklassewagen als vor Jahresfrist.

Die deutschen Autobauer hatten im Juli zum Großteil mit sinkenden Verkäufen zu kämpfen. Branchenprimus Volkswagen büßte zehn Prozent an Absatz ein, Mercedes 4,5 Prozent und Opel 7,6 Prozent. Die Verkaufszahlen von BMW - zum Konzern gehört auch die Kleinwagenmarke Mini - stagnierten. Einige ausländische Marken erfreuten sich hingegen gestiegener Beliebtheit. So fand Renault mit seiner Billigmarke Dacia in Deutschland insgesamt zehn Prozent mehr Käufer. Ford steigerte seinen Absatz um 16 Prozent. Aber nicht alle ausländischen Marken waren gefragt: Toyota musste ein Minus von 12,7 Prozent hinnehmen.

Insgesamt verlangsamte sich der Rückgang bei den Autoverkäufen. Die Zahl der im Juli neu zugelassenen Personenwagen sank im Juli um nur noch 2,7 Prozent. In den ersten sieben Monaten wurden 8,3 Prozent weniger Autos verkauft als im gleichen Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr hatten Hersteller und Importeure einen Rückgang um neun Prozent verzeichnet.

Jeder zweite Neuwagen in Deutschland wird unterdessen von einem über 50-Jährigen gekauft. Senioren seien verstärkt mobil, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt mit. Jeder elfte Neuwagenkäufer sei sogar älter als 70 Jahre. Auch der Anteil der Frauen nimmt zu - im ersten Halbjahr 2007 waren es 31,2 Prozent. Insgesamt jedoch werden private Neuwagenkäufe weniger. 1995 waren es 62,1 Prozent, im ersten Halbjahr 2007 nur noch 37,6 Prozent. Bei gewerblichen Neuzulassungen lagen die Wirtschaftszweige Kfz-Handel (20,9 Prozent) und Kfz-Vermietung (8,8 Prozent) vorn. Auf dem Gebraucht-Automarkt dagegen liegt der Privat-Anteil bei 95,1 Prozent.

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