KFZ-Technologie
Daimler baut Batterie-Allianz aus

Der Autokonzern Daimler sucht einen dritten Partner für sein Bündnis mit Evonik. Die Verhandlungen laufen bereits. Spätestens im Jahr 2012 will der Konzern mit seinen neuen Verbündeten leistungsfähige Batterien für Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge produzieren. Ein ehrgeiziges Projekt.

FRANKFURT. Der Autokonzern Daimler hat mit der Auswahl eines dritten Partners für seine Batterie-Allianz mit dem Industriekonzern Evonik begonnen. "Wir führen bereits seit einiger Zeit Gespräche mit verschiedenen Unternehmen, die als zusätzlicher Partner zu unserem Joint Venture zur Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien mit dem Essener Evonik-Konzern dazustoßen könnten", sagte Daimler-Forschungsvorstand Thomas Weber dem Handelsblatt.

Bereits in den nächsten ein bis zwei Monaten würden die ersten Lieferanten für die neue Gesellschaft benannt, die unter dem Namen Deutsche Accumotive GmbH & Co KG mit Sitz in Nabern bei Stuttgart im Handelsregister eingetragen sei. "Auch vorstellbar ist, dass wir uns am Ende für den wichtigsten Lieferanten als weiteren Partner an Bord entscheiden", sagte Weber weiter.

Daimler ist vor allem an der Hereinnahme eines Partners mit Know-how bei der benötigten Steuerungselektronik für die Batterie interessiert. Nach Ansicht von Experten verfügen über solche Kompetenz unter anderem Unternehmen wie Bosch, Continental, Tesla, Toshiba oder das Mitsubishi-Juasa-Joint-Venture Lithium Energy Japan.

Der Kampf um die technische Führung bei der für Elektroautos wichtigen Lithium-Ionen-Batterie gewinnt damit weiter an Schärfe. Der Wolfsburger Autokonzern VW will Elektroantriebe mit dem japanischen Elektronikkonzern Toshiba entwickeln, der japanische Autobauer Nissan kooperiert mit NEC und der Stuttgarter Zulieferkonzern Bosch schloss eine Partnerschaft mit Samsung. Daimler hatte erst Anfang März den Startschuss für das angekündigte Joint Venture auf diesem Segment mit dem Essener Evonik-Konzern gegeben. An der Gesellschaft mit dem Namen Deutsche Accumotive GmbH & Co KG ist Daimler mit 90 Prozent beteiligt, den Rest hält Evonik.

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