Kieselsäure
Evonik will neues Werk in den USA bauen

Um US-Kunden aus der Gummi- und Reifenindustrie besser mit Kieselsäure beliefern zu können, plant der Chemieriese Evonik den Bau eines neuen Werks in den USA. Die zuständigen Gremien des Konzerns müssen noch zustimmen.
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DüsseldorfDer Chemieriese Evonik plant ein neues Werk in den USA, das Kunden aus der Gummi- und Reifenindustrie mit Kieselsäure beliefern soll. Das Investitionsvolumen für die Anlage solle im oberen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen, teilte Evonik am Dienstag mit. Ende 2017 könnte die Produktionsstätte im Südosten der USA an den Start gehen – wenn die zuständigen Gremien des Essener Konzerns grünes Licht für die Investition geben.

„Evonik ist auf Wachstumskurs“, betonte Konzernchef Klaus Engel. Mit der Anlage wolle Evonik seine Marktposition ausbauen. Bereits zwischen 2010 und 2014 hatte der Konzern seine weltweiten Kapazitäten für gefällte Kieselsäure um rund 30 Prozent erhöht. Der Stoff kommt in rollwiderstandsreduzierten Reifen zum Einsatz, die helfen sollen, den Spritverbrauch von Autos zu verringern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Jedem Reifenprofi sei geraten, die Auswirkung von Kieselsäure auf Laufflächen auch bei Minustemperaturen zu testen.

    Ein bayerischer Reifenhersteller hatte mit Kieselsäure seine "Alpin-Reifen", beworben als "Eisblaue Sicherheit",vor 30 Jahren völlig gegen die Wand gefahren.

    Kieselsäure mag sich positiv gegen den Rollwiderstand auswirken, härtet Gummi bei Minustemperaturen jedoch aus und macht die Reifen damit spiegelglatt.

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