Klage eingereicht
Parmalat will Geld von Deutscher Bank zurück

Der insolvente italienische Lebensmittelkonzern Parmalat hat im norditalienischen Parma Klage gegen die Deutsche Bank eingereicht. Parmalat versucht insgesamt 1,6 Milliarden Euro von den ehemaligen Banken zurück zu erhalten.

HB MAILAND. Man wolle von Deutschlands größtem Kreditinstitut 17 Mill. € plus Zinsen bekommen, teilte der italienische Traditionskonzern am Montag mit. Der Rechtsstreit drehe sich um eine Transaktion aus dem vergangenen Dezember, in dessen Zuge die Deutsche Bank den Wert ihres Parmalat-Engagements um 17 Mill. € reduziert hatte. Parmalat werde sich das Recht vorbehalten, den entstandenen Schaden auch in einem abgetrennten Verfahren durchzusetzen, hieß es weiter.

Eine Sprecherin der Deutschen Bank sagte, bislang liege keine Klage vor. Insofern wolle sich das Haus nicht äußern.

Parmalat will insgesamt mindestens 1,6 Mrd. € von seinen ehemaligen Banken zurückerhalten, die vor dem Kollaps des Konzerns Anleihetransaktionen getätigt hatten. Erst am Freitag hatte Parmalat die Schweizer Bank UBS auf 290 Mill. € verklagt. Den US-Finanzkonzern Citigroup hat Parmalat-Insolvenzverwalter Enrico Bondi zudem auf mehr als zehn Mrd. Dollar Schadensersatz verklagt. Eine weitere Klage wird gegen die Bank of America erwartet. Im Umfeld Parmalats hieß es zudem, auch von der italienischen Banca Intesa und der US-Investmentbank Morgan Stanley wolle Parmalat Geld zurück.

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