Klage in den USA
Aktionärin will Engelhard zu Gesprächen mit BASF zwingen

Wegen seiner Weigerung, mit BASF über sein Übernahmeangebot zu verhandeln, hat sich das Management des US-Spezialchemieherstellers Engelhard eine Aktionärsklage zugezogen.

lee/HB FRANKFURT. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg hat die Engelhard-Aktionärin Hindy Silver ihre Klage gestern beim State Court in Trenton im Bundesstaat New Jersey eingereicht. Sie will damit erreichen, dass sich Engelhard für Gespräche mit BASF öffnet.

BASF will den amerikanischen Spezialisten für Abgaskatalysatoren für 4,9 Mrd. Dollar übernehmen. Da Konzernchef Barry W. Perry Übernahmegespräche verweigert, hat der Ludwigshafener Chemiekonzern erstmals in seiner Geschichte ein feindliches Übernahmeangebot ausgesprochen. BASF bietet 37 Dollar je Engelhard-Aktie. Der deutsche Konzern hat allerdings erkennen lassen, die Offerte leicht aufstocken zu wollen, wenn Engelhard koopiert.

Da Aktionärsklagen in den USA allerdings sehr viel häufiger sind als in Europa, rechnen die BASF-Anwälte nicht damit, dass die Verhandlungen nun zwangsläufig in Gang kommen. „Die Klage war absehbar“, hieß es im Umfeld des Konzerns. Dennoch: Der Druck auf das Engelhard-Management nimmt zu, sich mit BASF an einen Tisch zu setzen.

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