Klage in den USA
Eon greift Acciona juristisch an

Im Kampf um die Übernahme des spanischen Konkurrenten Endesa greift Deutschlands größter Energieversorger Eon jetzt zu juristischen Mitteln. Mit einer Klage in den USA will Eon verhindern, dass der spanische Mischkonzern Acciona seine Pläne zur Übernahme von Endesa durchkreuzt.

HB DÜSSELDORF. Eon teilte Montag, eine Klage gegen Acciona bei einem New Yorker Gericht eingereicht zu haben und einen weiteren Aktienkauf durch das Unternehmen verhindern zu wollen. Eon werfe Acciona vor, irreführende Angaben zu den strategischen Zielen bei dem spanischen Versorger Endesa gemacht zu haben, sagte ein Sprecher. Es gebe keine Klarheit über den von Acciona kontrollierten Aktienbestand an Endesa sowie über Vereinbarungen mit Dritten. Acciona war kürzlich überraschend bei Endesa eingestiegen, woraufhin Eon sein Übernahmeangebot für den größten spanischen Versorger um zehn Mrd. auf 37 Mrd. Euro erhöht hatte.

Acciona hatte am Montag über die Klage von Eon berichtet und die Vorwürfe zurückgewiesen. In dem Fall solle es am 20. Oktober eine erste Anhörung geben. Acciona verfolge bei Endesa nur seine eigenen strategischen Ziele im Interesse der Aktionäre und Mitarbeiter, betonte das Unternehmen. Der Konzern gehe nicht gemeinsam mit der Firma Gas Natural vor, die vor einem Jahr mit einem feindlichen Übernahmeangebot den Bieterkampf um Endesa eröffnet hatte. Es gebe auch keine Absprachen mit der spanischen Regierung, die sich lange Zeit für ein Zusammenschluss von Gas Natural und Endesa stark gemacht hatte.

Acciona war Ende September mit zehn Prozent bei Endesa eingestiegen und hatte sich die Option für fünf weitere Prozent gesichert. Der Konzern kündigte an, bis zu 24,9 Prozent an Endesa übernehmen zu wollen. Sollte er die Marke von 25 Prozent überschreiten, müsste er nach spanischem Recht ein Übernahmeangebot vorlegen. Dies plant Acciona nach eigenen Angaben nicht.

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