Klebstoff-Chef geht
Vorstandswechsel bei Henkel

Der größte Bereich von Henkel, die Klebstoffsparte, bekommt einen neuen Chef. Thomas Geitner verlässt den Konsumgüterhersteller aus persönlichen Gründen. Sein Nachfolger steht bereits fest.
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HB DÜSSELDORF. Nach nur knapp drei Jahren im Amt kehrt der Chef der Henkel-Klebstoff - und Industriegütersparte, Thomas Geitner, dem Konsumgüterhersteller den Rücken. Geitner lege sein Amt aus persönlichen Gründen zum Jahresende nieder, teilte Henkel am Freitag mit.

Nachfolger solle der 42-jährige Jan-Dirk Auris werden, der bislang das Klebstoff-Geschäft in Asien verantwortet. Geitner war 2008 in den Henkel-Vorstand gekommen. Zuvor war er unter anderem für Vodafone und RWE tätig.

Die Klebstoff-Sparte, die größte der drei Henkel-Bereiche, war in der Amtszeit Geitners durch einen milliardenschweren Zukauf gestärkt worden, den der Manager integrieren musste.

Geitner hatte dabei auch Synergien gehoben und einen radikalen Sparkurs umgesetzt - rund 30 Fabriken wurden geschlossen. Die Einsparziele hatte Henkel zuletzt in die Höhe geschraubt - ab 2011 sollen es 260 Millionen Euro statt der bislang angenommenen 250 Millionen Euro werden.

Im dritten Quartal war der Umsatz in der konjunkturabhängigen Klebstoffsparte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 1,6 Milliarden Euro auf 1,9 Milliarden Euro geklettert. Sie profitiert vom Aufschwung in Abnehmerindustrien wie der Auto- und Elektronikbranche.

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  • Hallo zusammen,
    Herr Geitner kam- und viele Mitarbeiter mußten das Unternehmen verlassen. Konw-How, Engagement oder lange Zugehörigkeit spielte keine Rolle, denn Herr Geitner wußte trotz Unkenntnis der branche, wie man die Performance eines Unternehmens steigert.
    Wenn Herr Geitner das Unternehmen aus persönlichen Gründen verlässt, werden zumindest einige der 3000 entlassenen Mitarbeiter diese Entscheidung mit Wohlwollen zur Kenntnis nehmen.
    ich habe den Sekt schon mal in den Kühlschrank gestellt.

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