Klebstoffhhersteller
Tesa-Werk wackelt

Die Beiersdorf-Tochter Tesa kann der Krise nicht länger ausweichen - und steht jetzt vor harten Einschnitte. Standorte stehen auf dem Prüfstand und Lohneinbußen kommen auf die Beschäftigten auch zu.

HB HAMBURG. Der Klebstoffhersteller Tesa erwägt wegen der Wirtschaftskrise kräftige Einschnitte an mehreren Standorten. Insgesamt würde dies rund 400 der weltweit rund 3900 Tesa-Beschäftigten treffen, teilte die Beiersdorf-Tochter am Freitag mit. Auf ihre strategische Bedeutung geprüft werden sollen die Logistikstandorte in Stuttgart und Offenburg, der Produktionsstandort Harrislee bei Flensburg sowie einzelne internationale Standorte.

"Dieser Weg ist in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation ohne Alternative", erklärte Tesa-Chef Thomas Schlegel. Zudem werde für die Konzernzentrale in Hamburg eine vorübergehende Verringerung der Arbeitszeit und damit der Löhne und Gehälter um etwa zehn Prozent geprüft.

Bei Tesa hatten sich die Schwierigkeiten der von der Krise besonders betroffenen Auto- und Elektronikindustrie bereits im abgelaufenen Jahr bemerkbar gemacht. Im ersten Quartal 2009 nahmen die Probleme zu. Während sich der Umsatz in der Beiersdorf-Kosmetiksparte vergleichsweise stabil hielt, brachen die Tesa-Erlöse um fast ein Viertel ein. Der Konzerngewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) von Beiersdorf verringerte sich nach vorläufigen Zahlen um ein Viertel auf 145 Mio. Euro, wobei sich das Klebstoffgeschäft gerade noch in der Gewinnzone halten konnte.

Anders als der französische Konkurrent L'Oreal, dessen Produkten im Schnitt etwas teurer sind, will Beiersdorf nicht mit günstigeren Hautcremes und Shampoos gegensteuern. Tesa setzt auf neue Produkte wie arzeimittelhaltige Pflaster für die Pharmaindustrie und die Entwicklung neuer Produkte für die Elektronikindustrie, um nach der Krise an frühere Wachstumsraten anzuknüpfen.

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