Kleindrohnen: Mit High-Tech in die Lüfte

Kleindrohnen
Mit High-Tech in die Lüfte

Sie fliegen autonom und senden Bilder in Echtzeit. Drohnen haben in den vergangenen Jahren Karriere gemacht. In Afghanistan sind sie zur festen Größe der Militärs geworden. Wie der Mittelständler EMT mit Kleinstdrohnen den Markt erobert.
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IffeldorfEs sieht aus wie eine Bastelstube, doch es ist High Tech. Auf Holzböcken stehen die ferngesteuerten Flieger, an deren Flügeln noch der feine Staub des Hindukusch klebt. Die zerbrechlich wirkenden Kohlefaserrümpfe sind voll mit Hochleistungselektronik: Infrarotkameras, Datenlinks und eine Flugsteuerung, mit der man auch „einen Jumbojet nach New York fliegen lassen könnte“, wie die Techniker versichern. In Afghanistan reicht den Militärs schon der Blick hinter den nächsten Berg.

„Am Anfang wurden wir belächelt, aber das hat sich schnell geändert“, sagt Helmut Batton, Geschäftsführer der EMT im oberbayerischen Penzberg. Das Familienunternehmen bezeichnet sich als europäischer Marktführer für taktische Drohnen. Die Systeme „Luna“ und „Aladin“ sind die Verkaufsschlager, mittlerweile hat EMT mehrere Hundert Flugkörper samt Bodenstationen an die Bundeswehr und internationale Kunden geliefert. In den vergangenen fünf Jahren hat sich das Geschäft auf rund 35 Millionen Euro verdoppelt. Genaue Zahlen werden ebenso geheim gehalten, wie die Kunden außerhalb von Europa.

Die High-Tech-Flieger haben in den vergangenen Jahren Karriere gemacht. Mitte der 90er- Jahre schrieb die Bundeswehr einen Entwicklungsauftrag für Kleindrohnen aus. Verlangt wurde eine Drohne, die autonom fliegt und Bilder per Datenlink in Echtzeit zu den Kommandeuren am Boden sendet. Für die damaligen Großen der Branche wie MBB oder Dornier war das eine zu kleine Nummer. Die Penzberger Spezialisten vom EMT erkannten aber das Potenzial und entwickelten ihre „Luna“: ein Kleinstflugzeug, das per Katapult startet und per Fallschirm wieder landet.

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