Kleine Einheiten haben in globalisierter Welt keine Chance
Schneider stellt Produktion in Türkheim ein

Der traditionsreiche Elektronikhersteller Schneider stellt seine Produktion in Türkheim Ende Januar ein. „Die Schließung der Produktion in Deutschland ist eine unglückliche Situation für einige der sehr engagierten Schneider-Mitarbeiter, die aktiv ihren Beitrag für das Unternehmen geleistet haben“, sagte Personal-Chef Kenneth Xiaoping Zhang in Türkheim.

HB TÜRKHEIM. Es gebe aber keine Alternative. Schneider Electronics konzentriere sich künftig auf Marketing und Vertrieb. Damit setzt sich der Niedergang der einst traditionsreichen deutschen Fernsehgeräte-Hersteller fort.

Die Schneider Electronics AG hatte Anfang 2002 Insolvenzantrag gestellt. Im Oktober des vergangenen Jahres wurden die Produktionsanlagen in Türkheim, Warenbestände und die Schneider- Markenrechte an den chinesischen Elektronikkonzern TCL verkauft. In Türkheim sind derzeit insgesamt rund 120 Mitarbeiter beschäftigt. Sie hatten unter anderem von TCL vorgefertigte Produkte fertig montiert und mit der Marke Schneider versehen.

Die Geschäftsleitung ließ offen, was mit den Mitarbeitern passiert und wie viele Beschäftigte künftig noch in Deutschland tätig sein sollen. Zur Begründung für das Ende der Produktion hieß es lediglich: „Diese strategische Geschäftsentscheidung ist unter globalen Erwägungen angesichts der Herausforderungen, denen sich die Marke Schneider auf den Weltmärkten ausgesetzt sieht, unvermeidlich.“

Kleine Einheiten hätten in der globalisierten Welt keine Chancen mehr. Die Kunden würden von dem Strategiewechsel nichts mitbekommen. „Das Unternehmen bleibt der Marke, seinen Geschäftspartnern und Kunden verpflichtet und wird seine Präsenz auf dem Markt, im Handel und auf Ebene der Verbraucher mit einer erneuerten und revitalisierten Produktlinie noch ausbauen.“

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