Kleinere Unternehmen greifen auf Spezialisten von außen zurück
Deutsche Firmen rüsten sich gegen Vogelgrippe

Deutschlands Unternehmen rüsten sich mit Notfallplänen gegen die Vogelgrippe. Das ergibt eine Umfrage des Handelsblatts.

DÜSSELDORF. „Die Deutsche Bank hat natürlich ein weltweites Programm zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes“, sagte ein Sprecher des Konzerns. Um den internationalen Zahlungsverkehr auch bei Katastrophen aufrecht zu erhalten, sind solche Programme für sensible Branchen wie Banken vorgeschrieben. Im Kern geht es darum, bei Stromausfällen, politischen Umstürzen oder wenn ein Großteil der Belegschaft nicht da ist, arbeiten zu können. „Wir haben viele Modelle. Entscheidender als solche ,Wenn-Dann-Konstruktionen' ist aber, dass wir jetzt die richtigen Experten suchen, mit denen wir uns im Falle eines Falles vernetzen und die uns dann beraten“, sagte der Deutsche-Bank-Sprecher.

Beim Chemiespezialisten Degussa gebe es detaillierte Pläne und Vorgaben für die einzelnen Werke und Regionen, sagte Rolf Breitstadt, Medizinischer Direktor des Unternehmens. „Wir haben uns dabei an die klaren Vorgaben der Weltgesundheitsoganisation WHO und des Robert-Koch-Instituts gehalten“, sagt Breitstadt. Dabei lege Degussa das Hauptaugenmerk auf Vorsorge.

Im Falle einer Ausbreitung der Krankheit wollen die Unternehmen Kontakte zwischen den Mitarbeitern so gering wie möglich halten. Das heißt, keine Besprechungen mehr von Angesicht zu Angesicht. Mitarbeiter, die nicht dringend am Arbeitplatz gebraucht würden, sollen dann von zu Hause aus arbeiten. Breitstadt warnte davor, Medikamente als alleiniges Wundermittel gegen die Vogelgrippe zu betrachten. „Das kann die Krankheit nicht aufhalten, nur die Folgen etwas mildern.“

Während sich viele große Unternehmen auf eigene Notfallstäbe verlassen, greifen vor allem kleinere Firmen auf Spezialisten von außen zurück. So wendet sich die Münchener Südchemie beispielsweise an den auf die Erstellung von Notfallplänen spezialisierten Dienstleister International SOS. Deren Deutschland-Geschäftsführer Marcus Klosterberg bestätigt: „Verstärkt kommen in letzter Zeit viele mittelständische Unternehmen zu uns.“

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