Kleinwagen
VW plant Billigauto für Schwellenländer

Mit dem Wagen will VW neue Kunden gewinnen, die sich die anderen Autos des Wolfsburger Konzerns nicht leisten könnten, berichtet das Manager Magazin. 6.000 Euro soll der Kleinwagen kosten.
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HamburgVolkswagen treibt seine Pläne für ein Billigauto speziell für Schwellenländer einem Medienbericht zufolge voran. Der auf dem Kleinwagen Up! basierende Wagen solle in Wachstumsmärkten wie China, Brasilien und Indien für möglichst rund 6.000 Euro angeboten werden, zitierte das „Manager Magazin“ vorab aus Unternehmenskreisen.

Mit dem Wagen wolle VW neue Kunden gewinnen, die sich die anderen Autos des Wolfsburger Konzerns nicht leisten könnten. VW erklärte, der Up! werde wie angekündigt im Herbst dieses Jahres präsentiert. „Darüber hinaus gibt es keine Entscheidungen zu weiteren Produkten der Up-Familie“, sagte ein Sprecher. Vorstandschef Martin Winterkorn hatte bereits kurz nach seinem Amtsantritt vor vier Jahren Pläne für eine Kleinwagen-Familie vorgestellt. Inzwischen war der Up! auf mehreren Messen zu sehen. Winterkorn hatte bereits damals klargemacht, dass der Kleinwagen Grundlage für weitere Varianten sein solle. Das neue Modell, das später auch einen Elektroantrieb erhalten soll, soll im Werk in Bratislava in der Slowakei vom Band rollen.

Das Magazin berichtete, der geplante Billigwagen solle auf der gleichen Fahrzeugarchitektur basieren wie der vor allem für den europäischen Markt gedachte VW Up. Dieser solle für rund 10.000 Euro verkauft werden. Die VW-Schwestermarken Skoda und Seat sollten billigere Varianten davon auf den Markt bringen. Mit einem Billigwagen würde VW in Indien gegen den Lokalrivalen Tata antreten. Mit dem vor einigen Jahren mit viel Furore als billigstes Auto der Welt gestarteten Kleinstwagen Nano wollte der indische Autobauer den steigenden Hunger der Massen nach individueller Mobilität stillen. Inzwischen hat sich das Auto wegen technischer Mängel allerdings zu einem Ladenhüter entwickelt.

Volkswagen will den angeschlagenen Weltmarktführer Toyota in den nächsten Jahren vom Thron stoßen und braucht dazu auch ein Angebot für den Massengeschmack in Schwellenländern. Europas größter Autobauer hatte sich vor einiger Zeit an dem japanischen Kleinwagenspezialisten Suzuki beteiligt, um seine Stellung auf dem indischen Markt auszubauen. Die Zusammenarbeit entwickelt sich allerdings nicht so wie von den Wolfsburger anfangs erhofft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Kleinwagen: VW plant Billigauto für Schwellenländer"

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  • viele wollen sich auch keinen vw leisten,weil einfach das
    preis-leistungsverhältnis nicht stimmt.die preise sind bis zu 40 % überzogen in der brd.

  • hier können sich doch auch immer weniger Menschen, einen echten VW leisten!

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