Kleinwagengeschäft
BMW und Daimler wollen stärker kooperieren

Kleinwagen sind die Problemkinder der Oberklasse-Hersteller BMW und Daimler. Ihnen fehlen die nötigen Stückzahlen, um sie allein rentabel auf den Markt zu bringen. Darum prüfen die Autobauer einem Zeitungsbericht zufolge über eine Zusammenarbeit, die über die Motoren hinaus gehen soll.

HB FRANKFURT. Auch die Entwicklung und der Bau ganzer Module etwa aus Achsen, Lenkungen und Getrieben stünden dabei zur Diskussion, berichtete die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Manager und Kenner beider Unternehmen. BMW entwickele ein Auto unterhalb des 1er-Modells, das 2011 auf den Markt kommen solle, zitierte die Zeitung einen nicht namentlich genannten Manager. Dafür wäre Mercedes mit dem Nachfolger der A- und B-Klasse ein passender Partner, hieß es.

Die Entwicklung einer Plattform für die mit geringeren Gewinnmargen ausgestatteten Kleinwagen lohne sich erst bei einem Absatz von 500 000 Fahrzeugen. "Allein ist das weder für BMW noch für Mercedes zu schaffen", berichtete die Zeitung unter Berufung auf das Umfeld der Hersteller. Daimler brauche dringend eine neue Plattform, mindestens aber Zusammenarbeit bei einer Großzahl der Komponenten wie Achsen, Getrieben und Motoren. BMW und Daimler wollten sich dem Bericht zufolge nicht äußern.

Sondierungsgespräche über eine Kooperation zwischen den zwei Erzrivalen aus München und Stuttgart laufen seit Monaten. Erst vor zwei Wochen hatte Daimler eingeräumt, die Gespräche dauerten über das Jahresende hinaus. Daimler sei auch im Alleingang stark genug, sagte Forschungsvorstand Thomas Weber.

BMW hatte vor Weihnachten Pläne zum Abbau mehrerer tausend Stellen bestätigt. Dem Zeitungsbericht zufolge will der Vorstand insgesamt acht Mrd. Euro sparen, davon rund 60 Prozent durch niedrigere Materialkosten, den Rest durch effizientere Prozesse.

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