Klima-Verhandlungen
Maschinenbauer fürchtet um Patentschutz

Die deutschen Anlagen- und Maschinenbauer befürchten im Zuge der internationalen Klimaschutzverhandlungen eine Aushöhlung des bisherigen Patentschutzes. Deswegen müssten die Verantwortlichen beim Gipfel in Kopenhagen auch an dieser Stelle aufpassen.
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HB BERLIN. In Kopenhagen müssten ambitionierte internationale Klimaziele vereinbart werden, „ohne den Schutz geistigen Eigentums aufzuweichen“, forderte der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Manfred Wittenstein, am Dienstag in Berlin. „Innovationen in effiziente Technologien lohnen sich nur, wenn Innovationen der Unternehmen geschützt sind.“ Wittenstein reagierte damit auf die Absicht der Industrieländer, den Entwicklungsländern bei den Klimaverhandlungen mit erheblichem Technologietransfer entgegenzukommen.

Zugleich forderte der Verband bessere Rahmenbedingungen wie eine steuerliche Forschungsförderung. Die Branche habe schon über Jahre zu enormem Klimaschutz beigetragen, sagte Wittenstein. Der Einsatz von Maschinen und Anlagen habe bei den gewerblichen Kunden in den letzten zehn Jahren zu gigantischen Energie- und Kosten-Einsparungen geführt.

Das ergaben jetzt vorgelegte Studien von Prognos und Roland Berger Strategy Consultants im Auftrag des VDMA. In weiteren zehn Jahren bis etwa 2020 ließen sich diese Energieeinsparungen noch verdoppeln: Sie entsprächen dann dem Jahresstrombedarf der 138 Mio. privaten Haushalte in den acht Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien, Großbritannien, Irland und Spanien.

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