Klimaschutz
Reger Handel mit Emissionsrechten

Der Handel mit Emissionsrechten hat sich in Deutschland 2006 gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Mehr als die Hälfte der Transaktionen fanden mit einem Handelspartner im europäischen Ausland statt.

HB BERLIN Wie das Umweltbundesamt am Freitag mitteilte, wurden rund 210 Mio Emissionsrechte übertragen. Insgesamt fanden im ablaufenden Jahr 3121 Transaktionen statt. Vizepräsident Thomas Holzmann sagte, damit zeige sich, wie intensiv die Unternehmen das neue Klimaschutzinstrument im zweiten Jahr nach seiner Einführung nutzten.

Seit dem Start des deutschen Registers im März 2005 gab es den Angaben zufolge rund 4000 Transaktionen, bei denen insgesamt über 300 Mio Emissionsrechte übertragen wurden. Mehr als die Hälfte der Verschmutzungsrechte seien 2006 von Deutschland in das europäische Ausland gegangen oder umgekehrt. Insgesamt nehmen in Deutschland 1850 Anlagen an dem Handel teil.

Mit dem Emissionshandel soll der Ausstoß von Treibhausgasen limitiert werden. Firmen, die ihre Verschmutzungsrechte nicht voll ausschöpfen, können diese an Unternehmen veräußern, die mehr Kohlendioxid ausstoßen als sie dürfen. Die Bundesregierung hat in ihrem jüngsten nationalen Allokationsplan die Gesamtmenge an Emissionen für den Zeitraum von 2008 bis 2012 auf jährlich 465 Mio Tonnen begrenzt. Die EU fordert eine Obergrenze von 453 Mio Tonnen.

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