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09.10.2007 
Stahlbranche

KlöCo brechen nach Gewinnwarnung ein

Die erfolgsverwöhnte Stahlbranche muss einen kräftigen Dämpfer verkraften: Die Aktien des Duisburger Stahlhändlers Klöckner & Co (KlöCo) brechen wegen einer Gewinnwarnung ein und reißen andere Branchenunternehmen mit. Investoren sind über die Aussichten des Stahlgeschäfts verunsichert.

KlöCo-Hauptsitz in Duisburg. Foto: dpaLupe

KlöCo-Hauptsitz in Duisburg. Foto: dpa

HB FRANKFURT. Die KlöCo-Aktie bricht am Dienstag nach Handelsstart um 24 Prozent ein auf 37,05 Euro. Im Dax drückte dies Händlern zufolge die Aktien von Thyssen-Krupp um 1,5 Prozent, im MDax die von Salzgitter um gut drei Prozent.

Die KlöCo-Führung hatte am Montagabend die Prognose für das laufende Jahr in der Stahlbranche reduziert. Der Vorstand erwartet nun ein Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (Ebitda), das rund zehn Prozent unter dem Vorjahreswert von 395 Millionen Euro liegt. Im August hatte das Unternehmen angekündigt, das Ebitda des Jahres 2006 übertreffen zu wollen. Grund für den schwächeren Ausblick sei die „unbefriedigende Entwicklung einiger Stahlpreise“.

„Insbesondere die Preise bei Edelstahl haben sich durch den dramatischen Verfall des Nickelpreises in den vergangenen Monaten negativ entwickelt“, erläuterte KlöCo. Konzernchef Thomas Ludwig äußerte die Hoffnung, dass die Edelstahlpreise im vierten Quartal „den Boden finden“. Auch was die Entwicklung der Flachstahlpreise angeht, sei er optimistisch, sagte Ludwig.

Mit dem Geschäftsverlauf unabhängig von der Gewinnsituation zeigte sich KlöCo zufrieden. Die Absatzmengen in Europa und Nordamerika seien weiterhin zufriedenstellend. In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz um rund 15 Prozent auf 4,75 Milliarden Euro.

Die Deutsche Bank senkte daraufhin ihre Empfehlung für die KlöCo-Aktie auf „hold“ von „buy“. Außerdem reduzierten die Analysten das Kursziel auf 47 von zuvor 64 Euro.

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