KMW bewirbt sich um Auftrag
Verkauf von über 70 Leopard-Panzern an den Oman geplant

Mehr als 70 Kampfpanzer will der Oman bei KMW bestellen. Das vergleichsweise stabile Land im Nahen Osten hat die Münchner Rüstungsfirma eingeladen, sich um den Auftrag zu bewerben. Es geht um zwei Milliarden Euro.

BerlinDie Münchner Rüstungsschmiede KMW will einem Medienbericht zufolge mehr als 70 Kampfpanzer des Typs Leopard an das Sultanat Oman verkaufen. Das Land habe KMW und einen türkischen Konkurrenten eingeladen, sich um den Auftrag zu bewerben, berichtete der „Spiegel“ am Donnerstag vorab. Der geheim tagende Bundessicherheitsrat habe eine vorübergehende Ausfuhrgenehmigung für einen Leopard in den Oman erteilt. Das Auftragsvolumen werde von Experten auf zwei Milliarden Euro geschätzt. Von KMW war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Der Oman gilt als relativ stabiles Land des Nahen Ostens. Das Sultanat ist ein Nachbarstaat des Jemen, wo eine von Saudi-Arabien geführte Allianz derzeit die Huthi-Rebellen bombardiert, die die gewählte Regierung gestürzt hatten. Außerdem ist im Jemen ein Ableger der Extremistenorganisation Al-Kaida aktiv. Der Bundessicherheitsrat hatte zuletzt die Lieferung von Granatmaschinenwaffen, Sturmgewehren und Maschinenpistolen im Wert von über drei Millionen Euro an den Oman genehmigt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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