KMW bewirbt sich um Auftrag

Verkauf von über 70 Leopard-Panzern an den Oman geplant

Mehr als 70 Kampfpanzer will der Oman bei KMW bestellen. Das vergleichsweise stabile Land im Nahen Osten hat die Münchner Rüstungsfirma eingeladen, sich um den Auftrag zu bewerben. Es geht um zwei Milliarden Euro.
Der Leopard 2 ist für die Rüstungsschmiede KMW ein kommerzieller Erfolg: Er wurde rund 3000 Mal gebaut. Quelle: dpa
Kampfpanzer Leopard 2

Der Leopard 2 ist für die Rüstungsschmiede KMW ein kommerzieller Erfolg: Er wurde rund 3000 Mal gebaut.

(Foto: dpa)

BerlinDie Münchner Rüstungsschmiede KMW will einem Medienbericht zufolge mehr als 70 Kampfpanzer des Typs Leopard an das Sultanat Oman verkaufen. Das Land habe KMW und einen türkischen Konkurrenten eingeladen, sich um den Auftrag zu bewerben, berichtete der „Spiegel“ am Donnerstag vorab. Der geheim tagende Bundessicherheitsrat habe eine vorübergehende Ausfuhrgenehmigung für einen Leopard in den Oman erteilt. Das Auftragsvolumen werde von Experten auf zwei Milliarden Euro geschätzt. Von KMW war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Der Oman gilt als relativ stabiles Land des Nahen Ostens. Das Sultanat ist ein Nachbarstaat des Jemen, wo eine von Saudi-Arabien geführte Allianz derzeit die Huthi-Rebellen bombardiert, die die gewählte Regierung gestürzt hatten. Außerdem ist im Jemen ein Ableger der Extremistenorganisation Al-Kaida aktiv. Der Bundessicherheitsrat hatte zuletzt die Lieferung von Granatmaschinenwaffen, Sturmgewehren und Maschinenpistolen im Wert von über drei Millionen Euro an den Oman genehmigt.

Das sind die größten Waffenhersteller der Welt
Platz 10: L-3 Communications
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Platz 10: L-3 Communications

Das Unternehmen mit Sitz in New York ist bekannt als Hersteller der Körperscanner an Flughäfen (im Bild der damalige Innen- und heutige Verteidigungsminister Thomas de Maizière in Hamburg 2010). Laut Sipri erwirtschaftet L-3 Communications aber 82 Prozent seines Umsatzes mit militärischem Gerät. Produziert werden vor allem Kommunikations- und Navigationssysteme. Insgesamt kommt das Unternehmen in der Militärsparte auf einen Umsatz von 12,5 Milliarden Dollar.

Erlöse aus Waffenverkauf 2012:

10,84 Milliarden Dollar

Erlöse aus Waffenverkauf 2011:

12,52 Milliarden Dollar

Gesamterlös:

13,15 Milliarden Dollar

Anteil der Waffenverkäufe am Gesamtgeschäft:

82 Prozent

Gesamtgewinn 2012:

0,78 Milliarden Dollar

Mitarbeiter weltweit:

51.000

Platz 9: Finmeccanica (Italien)
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Die Italiener bauen Flugzeuge, Hubschrauber, Panzer und Schiffsgeschütze, aber auch den Hochgeschwindigkeitszug ETR 500. Mit einem Umsatz von 9,3 Milliarden Dollar in der Militärsparte ist Finmeccanica nicht nur im internationalen Waffenmarkt bedeutend, die Firma ist auch zweitgrößter Arbeitgeber Italiens.

Platz 8: United Technologies (USA)
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US-Unternehmen dominieren die Top Ten der weltweit größten Rüstungsfirmen. Der Mischkonzern United Technologies hat mit seiner Militärsparte im vergangenen Jahr 9,5 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet. Damit konnte das Rüstungsunternehmen nicht an das starke vergangene Jahr anknüpfen – auch, weil die Hubschraubersparte Sikorsky Mitte 2015 für 9 Milliarden Dollar an Lockheed Martin verkauft wurde. United Technologies dürfte so 3 Milliarden Dollar an jährlichen Rüstungsumsätzen einbüßen.

Platz 7: Airbus Group (Europa)
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Fast wäre aus Airbus, der ehemaligen EADS, und der britischen BAE der größte Rüstungskonzern der Welt geschaffen worden. Doch die Fusion platzte. Das europäische Unternehmen, an dem Deutschland, Frankreich und Spanien künftig direkt beteiligt sind, kommt allein auf Platz sieben im Sipri-Ranking. Im Jahr 2015 standen Umsätze im Militärbereich von 12,9 Milliarden Dollar zu Buche – gut 700 Millionen mehr als im Vorjahr.

Platz 5: Northrop Grumman (USA)
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Das US-Unternehmen bedient mit seinen Produkten die Schiff-, Luft- und Raumfahrt. Der Militärbereich macht mit 20 Milliarden Dollar über 80 Prozent der Umsätze aus. Bekanntestes Produkt ist der Tarnkappenbomber B-2.

Platz 6: General Dynamics (USA)
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Flugzeuge, Fahrzeuge und Schiffe für den militärischen Bedarf stellt General Dynamics her. Rund 60 Prozent des Umsatzes werden mit Kriegsgütern gemacht. 2015 konnte GD deb Umsatz mit der Rüstungssparte weiter steigern – und zwar auf 19,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 4: Raytheon (USA)
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Ganz auf Militärprodukte ist das Unternehmen aus Waltham (US-Bundesstaat Massachusetts) spezialisiert. 94 Prozent seines Umsatzes macht Raytheon mit Kriegsgerät. Im Jahr 2015 waren es 21,8 Milliarden Euro. Raketen und Radar-Systeme gehören zu den bekanntesten Produkten. Raytheon stellt auch das Raketenabwehrsystem Patriot her.

  • rtr
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