Kodak rechnet 2007 mit schwarzen Zahlen
Heideldruck setzt Umstrukturierung fort

Drei Tage vor Beginn der Branchenmesse Drupa hat der weltgrößte Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck den Verkauf seiner Digitaldruck-Sparte unter Dach und Fach gebracht und damit einen weiteren Schritt zur Umstrukturierung des Konzerns vollzogen.

HB HEIDELBERG. Der Anfang März geschlossene Vertrag über den Verkauf der Digitaldrucksparte an den US-Konzern Eastman Kodak sei rückwirkend zum 1. Mai in Kraft getreten, teilte Heideldruck am Montag mit. Um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen, will sich der Weltmarktführer auch von der ebenfalls verlustreichen Rollenoffset-Sparte trennen.

Abhängig vom Umsatzerfolg der bisher defizitären Sparte soll Heidelberger Druck dafür bis Ende 2005 bis zu 150 Millionen Dollar (125 Millionen Euro) erhalten. Zum Zeitpunkt des Verkaufs zahlt Kodak nichts. Kodak rechnet in dem Geschäft erst 2007 mit schwarzen Zahlen.

Das Schwarz-Weiß-Digitalgeschäft hatte Heidelberger Druck erst vor fünf Jahren für 200 Millionen Dollar von Kodak gekauft. Im Farb-Digitaldruck war der Druck-Weltmarktführer seit 1997 in einer Gemeinschaftsfirma mit dem US-Konzern verbündet und hatte mehrere hundert Millionen Euro in das Geschäft gesteckt.

Die Trennung vom Digitaldruck und der geplante Verkauf der Rollenoffset-Sparte an das US-Unternehmen Goss International hatte Heidelberger Druck im Geschäftsjahr 2003/04 (zum 31. März) tief in die roten Zahlen gedrückt. Sonderaufwendungen von 569 Millionen Euro führten nach den am Montag vorgelegten Zahlen zu einem Verlust von 695 Millionen Euro nach Steuern. Der Bereich Digital schloss das Geschäftsjahr mit einem operativen Verlust von 17 (Vorjahr: minus 47) Millionen Euro ab, die Rollenoffset- Sparte mit einem Minus von 73 (minus 91) Millionen Euro. In der angestammten Bogenoffset-Sparte halbierte sich der betriebliche Gewinn auf 132 (282) Millionen Euro.

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