Kölner Motorenbauer
Deutz schraubt Jahresziele runter

Wegen sinkender Nachfrage und rückläufiger Auftragseingänge muss der Kölner Motorenhersteller Deutz sein Jahresziel kassieren. Anfang August will der Konzern einen vollständigen Bericht veröffentlichen.
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DüsseldorfDie europäische Schuldenkrise und die Wachstumsdelle in China machen dem Kölner Motorenbauer Deutz immer mehr zu schaffen. Nach einem erneuten Gewinneinbruch im zweiten Quartal legte Vorstandschef Helmut Leube seine Jahresziele ad acta und wagte zunächst auch keinen neuen Ausblick. Die Nachfrage habe sich im zweiten Quartal abgeschwächt und auch im Juli sei der Auftragseingang unter den Erwartungen geblieben, teilte der Konzern mit.

Daher seien die gesteckten Ziele aus heutiger Sicht nicht mehr zu erreichen. An der Börse sorgten die Nachrichten zum Handelsstart für einen Kursrutsch um 5,6 Prozent auf 3,26 Euro. Später drehten die MDax-Titel allerdings wieder ins Plus.

Deutz teilte mit, der operative Gewinn des zweiten Quartals liege nach ersten Berechnungen leicht über dem des ersten von 10,3 Millionen Euro. Vor Jahresfrist hatte der Hersteller von Motoren für Bau- und Landmaschinen noch ein Ebit von 26,1 Millionen Euro erzielt.

Der Umsatz sank im Zeitraum April bis Juni auf rund 340 (Vorjahr: 388,1) Millionen Euro, der Auftragseingang auf 310 (388,6) Millionen. Der vollständige Bericht sowie ein aktualisierter Ausblick sollen am 9. August veröffentlicht werden.

Ursprünglich wollte Deutz 2012 an den Rekordumsatz des Vorjahres von rund 1,5 Milliarden Euro anknüpfen ebenso wie an die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von 6,0 Prozent. Doch bereits im ersten Quartal gerieten die Geschäfte des ins Stottern: Unter anderem wegen der schwächeren Geschäfte auf dem europäischen Markt verkaufte der Konzern mit 46.400 Motoren etwa 2000 weniger als vor Jahresfrist.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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