Kohlefaserspezialist
SGL schließt Graphitelektrodenwerk in Kanada

Mit einem harten Sparprogramm hofft der Kohlefaserspezialist SGL aus den roten Zahlen zu kommen. Jetzt trifft es das Werk im kanadischen Quebec: Die Produktion von Graphit- und Kohlenstoffelektroden wird eingestellt.
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Lachute Der Wiesbadener Kohlefaserspezialist SGL schließt sein kanadisches Graphitelektrodenwerk in Lachute in der Provinz Quebec. Mit dem Schritt wolle SGL Kosten sparen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die Produktion in Lachute solle voraussichtlich im ersten Quartal 2014 ganz eingestellt werden. Etwa 110 Arbeitsplätze seien von der Schließung betroffen.

In Lachute werden Graphit- und Kohlenstoffelektroden hergestellt. Der Markt für Graphitelektroden schwächelt seit Jahren.

SGL hatte Ende September angekündigt, mit einem Sparprogramm auf tiefrote Zahlen und den Preisverfall in seinem Kerngeschäft mit Grafitelektroden reagieren zu wollen. Bis 2015 will SGL die Kosten um rund 150 Millionen Euro senken.

Die SGL Group muss Abschreibungen auf Anlagevermögen in Lachute von rund 25 Millionen Euro im dritten Quartal 2013 vornehmen. Die Neunmonatsergebnisse werden am 7. November 2013 veröffentlicht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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