Kohleförderung
NRW bremst RAG-Börsengang

Der für 2007 geplante Börsengang des Essener Mischkonzerns RAG gerät ins Stocken. Das Unternehmen soll belastbare Daten für einen Ausstieg aus der Kohleförderung vorlegen. Ansonsten wird die schwarz-gelbe Landesregierung in Nordrhein-Westfalen und die Grünen dem Börsengang nicht zustimmen.

HB ESSEN. Der geplante Börsengang des Essener Mischkonzerns RAG gerät ins Stocken. Die schwarz-gelbe Landesregierung in Nordrhein-Westfalen und die Grünen haben RAG-Chef Werner Müller gestern aufgefordert, belastbare Daten für einen Ausstieg aus der Kohleförderung vorzulegen. Solange keine exakten Zahlen über Altlasten und Ewigkeitskosten des Bergbaus vorliegen, will das Land dem für das Jahr 2007 geplanten Börsengang nicht zustimmen.

Die RAG will die benötigten Daten bald bereitstellen. Parallel dazu wollen Bund und Land, die den Bergbau in diesem Jahr mit 2,6 Mrd. Euro subventionieren, sich die Zahlen über ein Gutachten beschaffen. Dabei sollen die Wirtschaftsprüfer auch die Variante eines separaten Verkaufs der einzelnen RAG-Unternehmen prüfen. Experten haben errechnet, dass die drei wesentlichen Konzernteile – Degussa, Steag und RAG-Immobilien – etwa 30 Prozent mehr wert sind als die RAG insgesamt. Grund ist der Kursabschlag für Mischkonzerne. Müller will beim Börsengang der RAG Einnahmen von vier bis fünf Mrd. Euro erzielen. | mjh

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