Kohlenstoffspezialist rechnet 2009 mit zweistelligem Wachstum
SGL sieht keine Wolke am Himmel

Dank der Preiserhöhungen für Graphitelektroden und des Wachstums im Carbonfasergeschäft rechnet der Kohlenstoffspezialist SGL Group im kommenden Jahr mit einem zweistelligen Umsatzplus. Mit der Übernahme der Mehrheit am Rotorblatthersteller Abeking & Rasmussen Rotec will der Konzern zudem vom wachsenden Windenergiemarkt profitieren.

HB WIESBADEN. "Wir sehen im Moment keine Wolke am Himmel", sagte Vorstandschef Robert Koehler der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Der Start ins dritte Quartal dieses Jahres sei "nach Plan" verlaufen. Für 2008 rechnet SGL mit einem Umsatzplus von zehn bis 15 Prozent im Vergleich zu den 1,37 Mrd. Euro im Vorjahr. Das Unternehmen mit Sitz in Wiesbaden gab am Mittwoch zudem bekannt, die Mehrheit am Rotorblatthersteller Abeking & Rasmussen Rotec übernommen zu haben.

Den operativen Gewinn (EBIT) will das im MDax gelistete Unternehmen in diesem Jahr von 255 Mill. Euro um rund 20 Prozent steigern - das Ziel wurde vergangene Woche bei Vorlage des Halbjahresberichts nach oben angepasst. Vom konjunkturellen Abschwung sieht sich SGL aktuell nicht bedroht. "Der trifft uns im Moment noch nicht", sagte Koehler. Die weltweiten Investitionen in die Infrastruktur kompensierten mögliche Ausfälle. Ein Risiko sehe er in der rapide steigenden Inflation.

SGL will auch im Windenergiemarkt weiter wachsen. Dazu seien 51 Prozent der Anteile an der Abeking & Rasmussen Rotec GmbH und die unternehmerische Führung übernommen worden. Den Kaufpreis teilte die SGL Group nicht mit. Abeking & Rasmussen Rotec GmbH beschäftigt den Angaben zufolge etwa 300 Mitarbeiter am niedersächsischen Standort Lemwerder und erwartet für 2008 einen Umsatz von 50 Mill. Euro.

Das Unternehmen wird künftig unter dem Namen SGL Rotec GmbH auftreten und soll als einer der führenden unabhängigen Hersteller von Rotorblättern für Windkraftanlagen positioniert werden. Weitere Produktionsstandorte etwa in China, Indien, der Türkei und den USA sollen aufgebaut werden. Das Bundeskartellamt muss der Übernahme noch zustimmen.

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