Kolbenschmidth-Pierburg
Rheinmetall will Tochter an die Börse bringen

Im Juni könnte das erste deutsche Unternehmen den Schritt aufs Börsenparkett wagen. Kreisen zufolge soll Rheinmetall den Börsengang seiner Autozulieferer-Tochter Kolbenschmidt-Pierburg voran treiben.
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Frankfurt/DüsseldorfRheinmetall-Chef Klaus Eberhardt treibt Finanzkreisen zufolge den Börsengang der Autozuliefer-Tochter Kolbenschmidt-Pierburg (KSPG) voran. Das Unternehmen solle Anfang Juni an die Börse gebracht werden, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. KSPG wäre damit das erste deutsche Unternehmen, das in diesem Jahr den Schritt auf das Börsenparkett wagt.

Rheinmetall wolle seinen Anteil an KSPG beim Börsengang in etwa halbieren, der Schritt soll rund eine halbe Milliarde Euro einbringen, hieß es in den Kreisen. Von Rheinmetall war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die Pläne waren schon im vergangenen Sommer bekannt geworden, Eberhardt hatte sie aber wegen des schwachen Marktumfelds wieder auf Eis gelegt.

Der Rheinmetall-Chef hatte sich lange für eine Zwei-Säulen-Strategie stark gemacht: Der Düsseldorfer Konzern stellt neben Waffen und Munition auch Kolben und andere Autoteile her. Im Sommer hatte er jedoch eine Kehrtwende vollzogen und die Autozuliefer-Tochter zur Disposition gestellt.

Zuvor hatte er das personalintensive Geschäft einem harten Sparkurs unterzogen und mehrere Werke geschlossen. Rheinmetall will sich auf das lukrativere Rüstungsgeschäft konzentrieren, das der Konzern in den vergangenen Jahren - im Gegensatz zum personalintensiven Autoteilegeschäft - auch mit Zukäufen ausgebaut hat.

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Rheinmetall will sich nicht ganz von Tochter trennen

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