Kolumbien
Deutsche U-Boote gehen auf Drogenjagd

Für 110 Millionen Euro kauft das kolumbianische Militär zwei deutsche U-Boote, die nun in der Karibik eingetroffen sind. Einsatzzweck: Kampf gegen die Mini-U-Boote der Kokainmafia im Grenzgebiet zu Panama.

BogotáDie Panamericana von Alaska nach Feuerland ist fast komplett befahrbar, nur zwischen Panama und Kolumbien gibt es eine große Lücke. Hier existiert nur Dschungel. Mangels Landverbindung sind die Kokainschmuggler in der Region kreativ, sie weichen immer öfter auf kleine abenteuerliche U-Boote aus.

Auch mit Flugzeugen und Schnellbooten wird das weiße Pulver tonnenweise Richtung Norden gebracht. Der Wassertransport soll nun mit deutscher Hilfe eingedämmt werden. Nach wochenlanger Fahrt über den Atlantik an Bord der „BBC Sapphire“ sind zwei U-Boote der deutschen Marine, die für den neuen Bestimmungszweck mit neuer Technik ausgerüstet worden sind, in Kolumbien eingetroffen. Der Bundessicherheitsrat hatte dafür grünes Licht gegeben, im Rüstungsexportbericht wird die Maßnahme aufgeführt.

Kolumbien ist derzeit einer der größten Rüstungsgut-Empfänger in Südamerika - und gilt als verlässlicher Partner. Zumal Präsident Juan Manuel Santos das Land durch einen bis Ende März geplanten Friedensschluss mit den über 8000 Kämpfern der Farc-Guerilla stabilisieren will. Da die sich vor allem aus dem Kokainhandel finanzieren, könnte das die Produktion eindämmen, hofft man.

Der UN-Koordinator für Kolumbien, Fabrizio Hochschild, meint mit Blick auf den verstärkten Anti-Drogenkampf in Kolumbien: „Das hat Einfluss in Berlin, das hat Einfluss in München.“ Teil des Kampfes, der in Kolumbien lange halbherzig geführt wurde, sind auch die deutschen U-Boote. Präsident Juan Manuel Santos hat sie in Cartagena auf die Namen „ARC Intrépido“ (Unerschrocken) und „ARC Indomable“ (Unbeugsam) getauft.

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Hotspot des „Narcotrafico“

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