Kommentar
RWE und Eon müssen endlich aufwachen

Eon und RWE stehen beispielhaft für das Ende einer Ära - und für Konzeptionslosigkeit. Die Energiewende hat sie kalt erwischt.
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Selten hat sich das Geschäftsmodell einer Branche in solchem Tempo verändert. Die Energiewende entwertet nicht nur einen erheblichen Teil der Stromerzeugungskapazitäten der vier Unternehmen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall. Sie stellt zugleich das auf große Einheiten und große Profite ausgerichtete Geschäftsmodell der Konzerne infrage.

Jahrzehntelang war alles ganz einfach für die Chefs der Energiekonzerne. Sie bauten ihre Großkraftwerke dort, wo die Industrie sie brauchte und die Bevölkerung leicht versorgt werden konnte. Wettbewerb spielte zunächst gar keine, später eine untergeordnete Rolle, seit einigen Jahren spielt er immerhin eine wahrnehmbare Rolle. Auf diesem Nährboden sind Konzerne entstanden, die nun zu träge sind.

Erneuerbare Energien? Ein Geschäft für Spinner. Dezentrale Versorgung? Eine Idee für Träumer. So tickten sie lange Zeit, die Manager in den Konzernzentralen. Sich von den komfortablen Rahmenbedingungen zu verabschieden fiel ihnen schwer. Auf jede Veränderung reagierten sie unwirsch, meist mit einem Protestbrief an den jeweiligen Amtsinhaber im Kanzleramt.

Das Beharrungsvermögen vergangener Jahre rächt sich jetzt. So hätte man durchaus schon vor ein paar Jahren bemerken können, dass sich die erneuerbaren Energien zu einem interessanten Betätigungsfeld entwickeln. Statt sie voranzubringen, standen die vier Großen lange am Spielfeldrand. Selbst heute tun sie das noch - auch wenn sie sich offiziell zur Stromgewinnung aus Wind, Sonne, Wasser, Geothermie oder Biomasse bekennen. In Wahrheit fremdeln sie damit noch immer.

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  • Da jammert ein Journalist wohl den Energiekonzernen hinterher. Ob er den Markt begriffen hat? Sollen doch diejenigen, welche die Energiewende gewollt und beschlossen haben, diese Wende selber machen. Die großen Energiekonzerne, wahrlich genug angefeindet, sind im Prinzip frei, ins Ausland zu gehen. Oder haben wir Staatswirtschaft und wussten es bloß nicht?

  • An alle Energieromantiker:
    1. Wie soll das funktionieren, wenn einer (Windparkbetreiber) sich die Rosinen heraussuchen darf (subv. Strom) und dann ein Depp gesucht wird, der an 40 - 80 Tagen im Jahr ein Gas-/dampfkraftwerk betreibt und es, falls Wind-/Sonnenstrom vorhanden ist, abschalten darf?
    2. Wer soll denn das ganze Smart Grid Gedöns aufstellen und finanzieren, wenn niemand bereit ist dafür zu bezahlen. Mein Vorschlag: Die Bundesnetzagentur erhöht die Durchleitgebühren (Smart Grid Steuer) und finanziert damit die Regelkapazitäten.
    3. Wer soll bitte schön 4fach teurerer HGÜ Leitungen im Boden verlegen, wenn das a) nur Point to Point Verbindungen sind, die dem Netz gar nicht helfen und b)dazwischen liegende Kraftwerke mit Regelkapazität dort nicht einspeisen können (bzw. unverh. mäßigen Aufwand treiben müssen)
    4. Wer will dem Farmer/Bauern/Querulanten verbieten, gegen Stromtrassen zu klagen und sie bis zum Sankt Nimmerleinstag zu blockieren (Europäischer Gerichtshof!)
    Fragen über Fragen, die auch H. Rösler, unsere wirtschaftpol. Allzweckwaffe nicht beantworten wird. Die Grünen, die SPD und die Linke können nicht mal diese Fragen stellen.

  • Ja , die Spezialisten haben das Wort und ich kann den ganzen Mist bezahlen. Die Strompreise sind in den letzten Jahren schon unerhört stark gestiegen und es regt sich keiner darüber auf ( oder doch ??).
    Wenn das Gas billiger wird, kann ich meinen Strom mit einem großen Gas-Generator selber machen, dabei die Hütte heizen und den Rest einspeisen. Wenn es gute Akku-altenativen gibt, ist die Speicherung auch kein Thema mehr.
    Aber will ich das ?? Bin ich Unternehmer mit angeschlossener Hausbank ? Bin Familienvater, der mit Grauen an die Zuknuft seiner Kinder denkt.
    Alles nur skrupellose Geschäftemacherei !!!
    Bin 50, Ingenieur und kein Vollidiot !

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