Kommentar
VW und Suzuki - wie ein enttäuschtes Liebespaar

Der Streit zwischen den beiden Autobauern VW und Suzuki landet vor einem Schiedsgericht. Diese Auseinandersetzung sollte Volkswagen besser schnell beenden - anstatt selbst auf Stur zu stellen. Ein Kommentar.
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Nun liegt der Streit zwischen dem deutschen Autobauer Volkswagen und seinem unwilligen japanischen Partner Suzuki beim Schiedsgericht. Der International Court of Arbitration (ICC) in Paris soll über den Verbleib von gut 20 Prozent der Suzuki-Anteile entscheiden, die Volkswagen als Eigentum betrachtet. Ende 2009 hatte VW das Aktienpaket für rund 1,7 Milliarden Euro gekauft. Suzuki will die Aktien aus dem eigenen Bestand zurück, da mit dem gerade gekündigten Kooperationsvertrag die Grundlage für den Deal entfallen sei.
Der Ausgang des Verfahrens, auf das sich beim hoffnungsvollen Start der Kooperation vor zwei Jahren beide Autohersteller geeinigt hatten, ist ungewiss. VW-Chef Martin Winterkorn vertritt den Standpunkt, mit den Aktien machen zu können, was er will – selbst wenn die erhoffte Zusammenarbeit nicht zustande gekommen ist.

Die Deutschen reagieren damit genauso emotional, wie es die Japaner tun. So abgenutzt das Bild erscheint, so sehr trifft es zu: VW und Suzuki verhalten sich wie ein ehemaliges Liebespaar, das voneinander enttäuscht ist und jetzt dem anderen Steine in den Weg legen will.
Winterkorn setzt auf einen Generationswechsel in der Führung von Suzuki und nimmt damit die erbitterte Gegenwehr des japanischen Patriarchen Osamu Suzuki in Kauf. Die kommende Woche startende Tokyo Motorshow wäre eine gute Gelegenheit gewesen, den Konflikt auf höchster Ebene zu klären.
Doch die Chance ist vertan. Stattdessen setzen sich beide Seiten nun rechtlich und noch dazu in öffentlichem Streit auseinander. Richtig ist zwar, dass Volkswagen den Ausgang gelassen sehen kann. Die Deutschen haben einen einzigartigen Lauf und schreiben operativ Rekorde. Ihre Leistungsfähigkeit berührt der Konflikt mit Suzuki nicht.

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Eine einvernehmliche Lösung muss her

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